Starker Euro bedroht Nemetschek

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© Nemetschek
(04.04.2018)

Kurz vor Ostern legte Nemetschek noch sehr ordentliche endgültige Jahreszahlen vor. Bekanntermaßen stiegen Umsatz und EBITDA auf 395,6 Mio. (+17,3%) bzw. 108 Mio. (+22,7%) Euro (vgl. PB v. 7.2.).

Die Marge kletterte von 26,1 auf 27,3%. Der Bausoftware-Konzern verdiente mit einem EPS von 1,62 Euro rd. 33% mehr und hob die Dividende auf 0,75 Euro (+15%) an. Allerdings beträgt die Rendite nach der Kursrally der Aktie (86,25 Euro; DE0006452907) nur 0,9%.

Während der Umsatz 2018 auf 447 Mio. bis 457 Mio. Euro weiter kräftig zulegen soll, wird nur eine EBITDA-Marge im Zielkorridor von 25 bis 27% in Aussicht gestellt. Dabei beinhaltet die Prognose noch Risiken aus dem auf 30% der Erlöse gewachsenen US-Geschäft. Denn ein stärker werdender Euro (Planung mit 1,18 US-Dollar) könnte die nordamerikanischen Gewinne deutlicher als erwartet schrumpfen lassen. Der für 2020 prognostizierte Umsatz von über 600 Mio. Euro zeugt dann wieder von Optimismus. Fundamental betrachtet ist uns der Titel jedoch trotz des Wachstums mit einem KGV von 48 schlichtweg zu teuer.  Eine aktuelle Einschätzung zu Nemetschek finden Sie in der jüngsten PLATOW Börse.