Cemex leidet unter Trump

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© Bernd Sterzl www.pixelio.de
(15.03.2018)

Vor einem schwierigen Jahr steht Cemex. Die jüngsten Zahlen des nach Umsatz viertgrößten Zementherstellers der Welt zeigen, dass die Mexikaner trotz erfolgreichen Schuldenabbaus und einer besseren Nachfrage noch einige Probleme zu lösen haben.

Im Q4 ergab sich bei einem bereinigten Umsatzanstieg um 4% auf 3,4 Mrd. US-Dollar ein etwas überraschender Nettoverlust von 105 Mio. Dollar, weil höhere Rohstoffpreise und gestiegene Produktionskosten belasteten. Für 2017 ergab sich bei 3% höheren Erlösen von 13,7 Mrd. Dollar immerhin noch ein Gewinn von 806 Mio. Dollar.

Und das laufende Jahr 2018 wird unserer Einschätzung nach nicht leichter werden. Zwar ist CEO Fernando Gonzalez beim Schuldenabbau stark vorangekommen. Zudem erwartet der globale Zementverband WCA erstmals seit Ende der Finanzkrise sowohl in den entwickelten als auch in den sich entwickelnden Ländern gleichzeitig einen Anstieg der Zementnachfrage. Aber die Geschäfte von Cemex spielen sich zu 60% in den USA und Mexiko ab, wo die von US-Präsident Donald Trump geschürten Sorgen über die Zukunft des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) die Stimmung verderben. In den USA sank der Umsatz von Cemex denn auch 2017 um 2%, während das EBITDA um 1% niedriger ausfiel. Vom traditionellen „Zementtag“ des Unternehmens Mitte März erwarten wir daher eher vorsichtige Aussagen zum Ausblick und zur weiteren Entwicklung in den einzelnen Regionen.

Bei der Aktie hatten wir in PEM v. 28.9.17 zum „Abwarten“ empfohlen, was sich angesichts des 25%-igen Einbruchs der Aktie (5,88 Euro; 925905; US1512908898) seither als richtig erwiesen hat. Auch jetzt kann uns das Papier mit einem KGV von 13 (zum Vergleich: LafargeHolcim weist ein KGV von 15, die deutsche HeidelbergCement von 12 auf) nicht richtig begeistern. Eine konkrete Einschätzung finden Sie in der aktuellen PEM-Ausgabe.