Debeka – Zurück in die Erfolgsspur

Debeka – Zurück in die Erfolgsspur
© Debeka
(21.02.2018)

Auf Deutschlands größten privaten Krankenversicherer kommen wieder deutlich bessere Zeiten zu. Nachdem das Thema Bürgerversicherung vom Tisch ist, kann sich Debeka-Chef Uwe Laue von nun an voll auf die Betreuung seiner 2,4 Mio. Krankenvollversicherten konzentrieren. Hinzukommen in etwa noch einmal so viele Kunden in der Kranken-Zusatzversicherung. Nach PLATOW-Vorabinformation konnte der Koblenzer Versicherer im abgelaufenen Gj. 2017 seine Beitragseinnahmen in der gesamten Kranken-Sparte im Vergleich zum Vj. (2016: +1,3% auf 5,47 Mrd. Euro) noch einmal deutlich überbieten.

Grund hierfür waren allerdings vor allem teils hohe Prämienanpassungen. Lt. GDV legten die Beitragseinnahmen der PKV-Branche 2017 um 4,1% auf 36,5 Mrd. Euro zu. Damit dürften die Steigerungsraten (Vollversicherung und Krankenzusatz) beim Branchenprimus Debeka deutlich darüber liegen. Dies bestätigte uns auch ein Unternehmenssprecher, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Diese wird Konzernchef Laue am Dienstag (27.2.) auf der Bilanz-PK präsentieren. Dabei wird der Manager den Start einer neuen digitalen Plattform ankündigen. Ziel ist ein vereinfachtes Rechnungsmanagement zwischen Privatversicherten, Leistungserbringern sowie privaten Krankenkassen. Diese Maßnahme ist aus Kundenbindungssicht auch bitter nötig: Während der Marktführer 2016 noch gut 80 000 neue vollversicherte KV-Kunden (brutto) registrierte, waren es 2017 nach unseren Informationen deutlich weniger.

Nicht nur in der KV, sondern auch im zweiten wichtigen Geschäftsfeld, der Leben-Sparte, dürfte Debeka 2017 ein Stück näher in die Erfolgsspur zurückgekehrt sein, nachdem die Koblenzer 2016 dort noch einen Beitragsrückgang in Höhe von 3,8% auf 3,41 Mrd. Euro verzeichneten. Das Management kompensiert seinen vor über zwei Jahren eingeleiteten Rückzug aus den klassischen Rentenversicherungen (Stichwort Garantien) immer erfolgreicher mit neuen (hauseigenen) chancenorientierten Fondspolicen. Im Leben-Neugeschäft entfallen nach GDV-Angaben derzeit knapp 50% auf alternative Garantiekonzepte, während der Anteil klassicher Policen mit durchgehender Garantieverzinsung auf ca. 40% gesunken ist.