Erntezeit bei Anglo American

Die Platinum-Mine Dishaba in Südafrika Die Platinum-Mine Dishaba in Südafrika
© Anglo American
(07.12.2017)

Bereits im Juli äußerten wir die Vermutung, dass der Minenbetreiber Anglo American 2017 seine Dividendenzahlungen wieder aufnehmen könnte. Kurz danach bewahrheitete sich dies auch. Da die Umstrukturierung wesentlich schneller Ergebnisse zeigt als angenommen, wurde bereits für das 1. Hj. 2017 eine Dividende von 0,40 Euro ausbezahlt. Dies mag zwar mager klingen, bedeutet jedoch aufs Gesamtjahr hochgerechnet eine Dividendenrendite von ordentlichen 2,6%.

Im Vordergrund steht jedoch weiterhin der radikale Umbau des Konzerns: So waren bereits nach der ersten Jahreshälfte von den 68 ursprünglichen Minen nur noch 37 übrig. Obendrauf sanken die Schulden deutlich auf rd. 6,2 Mrd US-Dollar. Dies ist umso beachtlicher, als das Jahresziel ursprünglich vorsah, diese auf unter 7 Mrd. Dollar zu drücken. Nun gehen wir davon aus, dass es im Gesamtjahr sogar unter 6 Mrd. Dollar werden.

Trotz der Standortschließungen steigen die Fördermengen in den profitablen Geschäftsbereichen, allem voran bei Diamanten (+29%) und Eisenerz (+13,5%). Das wirkt sich auch auf das EBITDA aus: Bereits im 1. Hj. stieg dieses um 68% auf rd. 4,1 Mrd. Dollar. Zwar spielte hierbei die positive Preisentwicklung am Rohstoffmarkt eine Rolle. Doch auch ohne diese positive Varianz steht noch immer ein EBITDA von rd. 2,6 Mrd. Dollar in den Büchern, was einem Zuwachs von immerhin 6,1% entspricht. Der britisch-südafrikanische Konzern zeigt somit deutlich, dass sein Zukunftsplan funktionieren sollte.

Unsere aktuelle Einschätzung zur Aktie von Anglo American lesen Sie in PLATOW Emerging Market vom 7.12.2017