Cewe wächst trotz der höheren Umsatzsteuer auf Fotobücher

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© Cewe Stiftung & Co. KGaA
(19.06.2017)

Die Cewe Stiftung macht mit ihren Fotobüchern nicht nur vielen Kunden Freude, sondern auch den Aktionären. Denn der Fotodienstleister erhöhte für 2016 zum achten Mal in Folge die Dividende.

Nach der HV Ende Juni gab es 1,80 Euro (Vj.: 1,60 Euro) pro Aktie. Auch  das Q1 war gut: Wie im Vorjahr gelang den Oldenburgern ein positives EBIT von 0,6 Mio. Euro. Der Umsatz sank um unbedeutende 0,5% auf 118,6 Mio. Euro. Allerdings hat die Digitalisierung die Ergebnisse einzelner Quartale langfristig verändert. Musste Cewe früher in Q1 stets Verluste melden, liefert dieser Zeitraum seit dem Vorjahr einen positiven Ergebnisbeitrag. Dies machen auch Q2 und Q3, die früher die Hauptertragsbringer waren, da die Kunden ihre Urlaubsbilder entwickeln ließen. Dafür ist heute das Q4 die Ertragsperle. Denn Artikel wie Fotobücher, Fototassen  und Wandbilder sind Verkaufsschlager im Weihnachtsgeschäft. Daher ist es mutig, wenn der Ende Juni scheidende CEO Rolf Hollander schon jetzt die EBIT-Prognose für 2017 mit einem engen Korridor von 45 bis 51 Mio. Euro angibt und einen Umsatzanstieg auf bis zu 615 Mio. Euro erwartet.

Massive Veränderungen werden mit dem neuen CEO Christian Friege ausbleiben, da er bereits seit Januar 2016 im Vorstand sitzt und alle Entscheidungen mittrug. Dies gilt speziell für den Bereich Online-Druck, der seit dem Q3 des Vorjahres profitabel ist und auch in den ersten drei Monaten ein EBIT von 0,1 Mio. Euro schrieb. Hier verhinderte das Geschäft in Großbritannien ein besseres Ergebnis, da sich die Brexit-getriebene Schwäche des Pfunds negativ auswirkte. Erfreulich bleibt aber die konstante Umsatzentwicklung im Q1 im Konzern. Denn sowohl in Deutschland als auch in Österreich baute der Staat für Cewe eine Hürde ein: In beiden Ländern musste der Fotodienstleister seinen Kunden eine erhöhte Umsatzsteuer auf Fotobücher, wovon in 2016 ca. 6,2 Mio. Stück bestellt wurden, weiterbelasten. Daraus erkennen Analysten für den Jahresverlauf Risiken. Nach der Korrektur der SDAX-Aktie (76,67 Euro; DE0005403901) vom Zwischenhoch im April bei 86,56 Euro ist diese Gefahr im Kurs aber berücksichtigt. Mit einem 2017er-KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 2,3% ist das Papier attraktiv.  Eine aktuell Einschätzung finden Sie in der jüngsten PLATOW Börse.