Siemens setzt bei Übernahme von Dresser auf Latham & Watkins

Latham & Watkins berät Siemens bei der geplanten Übernahme des an der New Yorker Börse gelisteten Maschinenbauunternehmens Dresser-Rand. Aktiv sind neben US-amerikanischen Kollegen die deutschen Partner Jörg Kirchner und Volkmar Bruckner (beide M&A, München).Der Siemens-Aufsichtsrat hat der Entscheidung des Vorstands zugestimmt, mit Dresser-Rand zu vereinbaren, alle ausgegebenen und ausstehenden Aktien von Dresser-Rand im Zuge eines freundlichen Übernahmeangebots zu übernehmen. Das Angebot beträgt 83 Dollar je Aktie in bar und entspricht einem Gesamtwert von rd. 7,6 Mrd. US-Dollar. Der Kompressorenhersteller Dresser-Rand hat seinen Aktionären einstimmig empfohlen, das Übernahmeangebot von Siemens anzunehmen. Siemens erwartet, dass die Transaktion bis zum Sommer 2015 abgeschlossen werde.

Dafür steigen die Münchener aus der Hausgeräte-Kooperation mit Robert Bosch aus. Bosch übernimmt die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte komplett. Dazu erwirbt das Unternehmen den 50%-Anteil, den Siemens bislang an der Gesellschaft gehalten hat. Hengeler Mueller ist für Siemens mit den Partnern Hans-Jörg Ziegenhain, Daniel Wiegand, Simon Patrick Link, Steffen Oppenländer (alle Corporate/M&A, München), Thorsten Mäger (Kartellrecht, Düsseldorf) und Stefanie Beinert (Steuerrecht, Frankfurt) tätig. Gleiss Lutz berät unter Federführung des Partners Matthias Karl (Kartellrecht, Stuttgart) bei dieser Transaktion kartell- und fusionskontrollrechtlich und führt für alle drei Unternehmen die 17 erforderlichen Fusionskontrollverfahren. Bosch hat bekannt gegeben, dass das Transaktionsvolumen 3 Mrd. Euro beträgt und zudem vor Vollzug der Transaktion eine zusätzliche Ausschüttung in Höhe von jeweils 250 Mio. Euro von BSH an Siemens und Bosch erfolgt. Nach Abschluss der Transaktion wird BSH ein 100%-iges Tochterunternehmen der Bosch-Gruppe sein.

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