Umfrage

44% können sich Wohnen im Luxus-Hochhaus vorstellen

_ In Frankfurt scheint der Hype um Wohnen im Luxus-Hochhaus schon wieder vorbei zu sein. Viele der teueren Wohnungen werden von den zumeist auswärtigen Eigentümern nur selten genutzt. Manche sprechen bereits von Geister-Immobilien.

Einer Yougov-Umfrage zufolge, die von Commerz Real in Auftrag gegeben wurde, können sich 44% der Befragten – unabhängig von ihrer aktuellen finanziellen Situation – das Wohnen in einem Premium-Wohnhochhaus grundsätzlich oder unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen.

Während PLATOW noch auf Erfahrungen mehrerer Jahre Wohnen und Eigentum im damals größten Wohnhaus Europas zurückgreifen kann, sind die aktuell Befragten wohl eher theoretisch mit dem Thema befasst. Natürlich sind heute Probleme mit bröckelndem Beton, Bohrlärm über 20 Etagen, Kindern mit Kochlöffeln zur Aufzugsbedienung, Drittelung der Kaufpreise von Neubau zu Bestand oder Kakerlaken im zentralen Belüftungssystem besser im Griff als bei den vermeintlichen Luxuswohnhäusern aus den 1970er-Jahren. Auch architektonisch sind die aktuellen Wohnhochhäuser sehr viel anspruchsvoller als ihre Vorgänger. Offen dürfte aber das Nebenkostenproblem mit Aufzügen und Haustechnik bleiben. Andererseits zeigen Hochhäuser die besonderen Vorteile der Immobilie. Sie machen besonders viele Menschen an guten Standorten stapelbar.

Befragt danach, welche Kriterien für den Erwerb einer Premium-Eigentumswohnung in einem gemischtgenutzten Hochhaus besonders wichtig sind, nannten zwei Drittel den Zuschnitt der Wohnung. Für 62% sind die Lage in der Innenstadt mit Gastronomie, Einzelhandel und Kultur besonders relevant. An dritter Stelle liegt mit immerhin 50% die Nachhaltigkeit und mit 48% eine schöne Aussicht vom Balkon. Darauf folgten Serviceleistungen direkt im Haus (34%) und eine architektonische Qualität, die das Gebäude zu etwas Besonderem macht (26%).

Beim Wohnungsneubau – und zwar unabhängig von Premium – sind 20% der Befragten bereit, für besonders nachhaltige Objekte mit hoher Energieeffizienz, hochwertigen Materialien und attraktiver Architektur einen höheren Kaufpreis zu bezahlen. Und 34% gehen davon aus, dass sich der Wert einer solchen Wohnung besser entwickeln wird. Dem gleichen Prozentsatz ist eine derart besonders nachhaltige Wohnung lieber. Für ein Viertel ist hingegen Nachhaltigkeit nicht besonders wichtig.

{{ name }} Chart
{{ name }} Aktie auf wallstreet:online

Weitere Empfehlungen der Redaktion

| Messewirtschaft | 19. Januar 2022

Erst im Vorjahr holte die Messe Frankfurt den Modezirkus um die Fashion Week an den Main. Zum „Davos der Modebranche“ wollte Detlef Braun, Mitglied der Messe-Geschäftsführung, die vor…

BNP Paribas Real Estate | 14. Januar 2022

Nachdem Wohnungsportfolios mangels Rechenbarkeit seit den 90er-Jahren bei Institutionellen eher auf der Verkaufsliste standen, da Verwaltung, Instandhaltung, Rechtsrisiken, Mieterschutz,…

| Luftfahrt | 10. Januar 2022

Mit Ryanair zieht am Frankfurter Flughafen ein prominenter Player Konsequenz aus den zum Jahreswechsel erhöhten Start- und Landegebühren (+4,3%, letzte Erhöhung 2017) der Fraport. Zum…

| blackolive | 07. Januar 2022

Der Flächenumsatz auf dem Frankfurter Büromarkt hat mit 198 200 qm im vierten Quartal 2021 überraschend zu einem wirklich guten Jahresergebnis beigetragen, berichtet blackolive aus…