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Ostdeutsche Großstädte gewinnen an Attraktivität

_ Im jährlichen Großstadtvergleich von ImmoScout24 in Kooperation mit der „Wirtschaftswoche“ und IW Consult zeigen die ostdeutschen Großstädte Potsdam, Leipzig, Halle (Saale), Jena und Magdeburg eine positive Entwicklung.

Als bestplatzierte ostdeutsche Großstadt sichert sich Potsdam mit einer guten Entwicklung des Arbeitsmarkts im Niveau-Ranking, das die wirtschaftliche und soziale Lage der Städte beschreibt, den 18. Rang. Im Teilbereich Lebensqualität erreicht Potsdam sogar den Spitzenplatz aller deutschen Großstädte.

Bei den Indikatoren des Dynamik-Rankings, die den Entwicklungspfad der Großstädte aufzeigen, eroberte Berlin die Spitzenposition von München zurück, das auf Rang 10 abfiel. Leipzig kletterte mit starken Werten im Arbeitsmarkt und einem anziehenden Immobilienmarkt um fünf Plätze auf Rang drei aller deutschen Großstädte. Potsdam klettert von Platz 25 im Vorjahr auf Rang neun. Im Nachhaltigkeits-Ranking, das die Bereiche Ökologie, Ökonomie und Soziales inkludiert, erreicht Jena mit Top-Werten in der ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit Rang acht aller deutschen Großstädte. Potsdam landet auf Platz 12 und Dresden auf Platz 20.

Die starke wirtschaftliche Entwicklung der ostdeutschen Großstädte macht sich in der Dynamik des Immobilienmarkts bemerkbar. So zogen die Kaufpreise für Bestandswohnungen in Magdeburg innerhalb der vergangenen 12 Monate um 19,3% an. In Erfurt waren es 17,1%, in Jena und Berlin jeweils 16,6% und in Rostock sogar 20,1%. Im Segment der Neubauwohnungen zeigen Rostock mit 19,6%, Magdeburg mit 17,1% und auch Potsdam und Leipzig mit über 15% ebenfalls eine überdurchschnittliche Entwicklung der Kaufpreise. Im deutschlandweiten Vergleich bleiben die Preisniveaus dennoch günstig. Bestandswohnungen zum Kauf mit einer Größe von 80 qm werden in Magdeburg im Durchschnitt noch für 1 645 Euro/qm, in Erfurt für 2 441 Euro und in Leipzig für rund 2 561 Euro angeboten. Der Neubau rangiert in Magdeburg noch unter 3 000 Euro/qm. Leipzig, Erfurt und Rostock liegen nur knapp über der Schwelle von 4 000 Euro.

Auch im Osten ziehen die Kaufpreise deutlich stärker als die Mieten an. Bestandsmietwohnungen mit einer Größe von 70 qm werden in Magdeburg noch für durchschnittlich um die 6,10 Euro und in Leipzig für knapp unter 7 Euro angeboten. Erfurt und Dresden rangieren etwas über 7 Euro, während das Niveau in Berlin und Potsdam im Durchschnitt über 10 Euro liegt. Neubauwohnungen zur Miete sind in Leipzig und Magdeburg im Durchschnitt noch unter 9 Euro zu finden. In Dresden, Jena und Erfurt liegt die Schwelle knapp unter 10 Euro. In Potsdam wird es aber bereits unter 12 Euro schwierig. In Berlin werden für neugebaute Mietwohnungen inzwischen im Durchschnitt über 14 Euro aufgerufen.

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