CBRE

Resistente Pflegeimmobilien

_ Die Pflegeeinrichtungen haben die Corona-Krise sowohl aus Bewohner- als auch aus Investorensicht bislang gut gemeistert. Laut dem aktuellen „Gesundheitsimmobilien-Report“ von CBRE hat bislang keiner der großen Bestandshalter von Miet- oder Pachtausfällen berichtet.

Positiv auf die Risikoeinschätzung wirkt sich auch die bisher tatsächlich geringe Quote der Covid-Fälle in den Heimen sowie die aktuelle politische Debatte über eine Mitfinanzierung der Pflegekosten durch den Staat aus.

In den ersten drei Quartalen 2020 wurde mit rund 2 Mrd. Euro in Gesundheitsimmobilien bereits fast so viel investiert wie im gesamten Jahr 2019 mit 2,1 Mrd. Euro. Der Anstieg entfiel vor allem auf Pflegeheime, die mit 1,34 Mrd. Euro 69% aller Investitionen auf sich zogen. Das Transaktionsvolumen in der Sub-Assetklasse Betreutes Wohnen, das deutlich weniger staatlichen Regulierungen unterliegt, stieg zeitgleich auf 378 Mio. Euro, das entspricht 19% aller Investitionen. Der Anteil von Portfoliodeals erhöhte sich im Jahresvergleich um 34 Prozentpunkte und liegt zum Ende des dritten Quartals bei 73%. CBRE beobachtete in den ersten drei Quartalen ein weiter gestiegenes Interesse ausländischer Investoren an deutschen Gesundheitsimmobilien. Ihr Anteil stieg um 5 Prozentpunkte auf rund 64%. Größte Nachfrager waren die Benelux-Staaten mit einem Anteil von 28%, gefolgt von Frankreich mit 15%.

Bei andauernder Angebotsknappheit und großen Nachfrage sank die Spitzenrendite für Pflegeheime weiter auf aktuell 4,25%. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet CBRE mit einer tendenziell sinkenden Spitzenrendite bzw. noch weiter steigenden Preisen und einem kumulierten Investitionsvolumen deutlich oberhalb des Vorjahreswerts von 2,1 Mrd. Euro.

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