Empira

Bauen für die Klimaziele

_ Wohnraumnutzungen tragen einen erheblichen Teil zum Energieverbrauch und zu den CO2-Emissionen bei. Aktuell untersuchte die Schweizer Empira-Gruppe, der Investment-Manager für institutionelle Immobilienanlagen, den Wohnungsneubau und -bestand in Deutschland sowie Europa hinsichtlich der Energiebilanz.

Neben dem Alter und der Qualität der Bausubstanz betrachtet die Studie auch Faktoren wie Gebäudetyp (Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser), Neubauaktivität, Klima und Flächennutzung in ihren Auswirkungen auf den Energiebedarf. Dabei hat sich gezeigt, dass der deutsche Wohngebäudebestand deutlich älter als im EU-Schnitt und nur zu 13,8% vollsaniert oder neu gebaut ist.

Nach aktuellen technischen Standards ab Baujahr 2002 verbraucht in Deutschland ein Neubau durchschnittlich Heizenergie für Raumbeheizung und Wassererwärmung in Höhe von 89 Kwh/qm/Jahr. Ein teilsaniertes Gebäude liegt hingegen bei 143 Kwh, ein unsanierter Altbau sogar bei 151 kwh und somit rund 60% höher als der Neubau. Wohnungsneubau hebt damit erheblich größere Energie- und Emissions-Einsparpotenziale als Bestandssanierung. Deutschland hinkt hierbei den eigenen Ansprüchen – auch im europäischen Vergleich – hinterher, so Steffen Metzner, Head of Research von Empira.

Wolle Deutschland dies aufholen, führe kein Weg an größeren, professionell agierenden Immobilienunternehmen, ausgestattet mit umfangreichem privatem Kapital, vorbei. Diese werden auch künftig bei der Realisierung von Wohnraum in Deutschland die mit Abstand wichtigste Rolle spielen, so Metzner weiter. Klimapolitisch wäre es in Bezug auf den Beitrag der Wohnimmobilien am effektivsten, gewerblichen Wohnprojektentwicklern ein attraktives Umfeld zur Schaffung energieeffizienter Wohnungsneubauten zu bieten.

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