Wohnen

Kaufpreise für Einfamilienhäuser flachen ab

Bei vielen Projektentwicklern scheint mittlerweile Wunschdenken vorzuherrschen. So berichten brandaktuell Makler für Gütersloh, einer nicht sehr großen, aber wohlhabenden Stadt, dass der Markt an hochwertigen Neubau-Wohnungen über 100 qm im oberen Mietsegment gesättigt sei.

In Metropolen dürfte der Markt noch etwas nachlaufen, aber das Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft relativierte auch hier die Erwartungen. Der Knick sei schon da. Die Krux des privaten Wohnungsbaus ist, dass die Ersparnisse bei niedrigpreisigem Bau bei gleichen Grundstückskosten in der Mietrelation viel zu gering ist.

Im aktuellen Wohnimmobilienindex IMX von ImmoScout24 zeigt sich, dass die Kaufpreise im vierten Quartal 2019 für Einfamilienhäuser im Bestand und Neubausegment nicht mehr so stark steigen wie in den Quartalen zuvor. Die Kaufpreise im bundesdeutschen Durchschnitt für Einfamilienhäuser, sowohl im Bestand als auch im Neubausegment, stiegen Ende des Jahres 2019 nur noch um 0,5%. Es zeige sich, dass sich die Preisdynamik in hochpreisigen zentralen City-Lagen abschwäche. Kaufende ziehe es immer mehr in das Umland und die Außenbezirke der Metropolen. Hier stiegen gleichzeitig die Preise von Neubau-Immobilien, berichtet Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmoScout24. Wie bereits in den vergangenen drei Quartalen stagniert der IMX für Angebotsmieten. Damit befinden sich die Indexwerte für die Wohnungsmieten seit einem Jahr auf dem gleichen Niveau.

Im gesamtdeutschen Schnitt stiegen die Kaufpreise für neugebaute Wohnungen kontinuierlich weiter. Die Angebotspreise kletterten Ende 2019 im Vorjahresvergleich um 12,8 Prozentpunkte. In Frankfurt sind die Kaufpreise für Bestands-Immobilien sogar leicht gesunken. Im aktuellen IMX gingen die Angebotspreise für Bestands-Einfamilienhäuser im Dezember um 0,7% gegenüber dem Vormonat zurück. Auch für Bestandswohnungen fielen die Kaufpreise um 0,9%.

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