Einbrüche an den Büromärkten

Auf den Vermietungsmärkten machen sich konjunkturelle Bremsspuren und Verunsicherung im Gefolge des internationalen Krisenumfelds bemerkbar. Laut BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) sind in den ersten drei Quartalen 2014 gut 2,01 Mio. qm (-6%) Bürofläche an den acht wichtigsten deutschen Bürostandorten umgesetzt worden.

Aus der Eintrübung der konjunkturellen Lage und der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der globalen Krisenherde resultieren Attentismus und eine verschlechterte Stimmung.

Den höchsten Flächenumsatz in den ersten neun Monaten verzeichnete erneut München mit 407 000 qm bzw. einem leichten Rückgang um rund 7%. Auf den weiteren Plätzen folgen Berlin mit 392 000 qm (+20%) und Hamburg mit 372 000 qm (+17%). Berlin und Hamburg waren in der Metropolenriege die einzigen Gewinner. Beide Standorte haben dabei von einem überproportional hohen Anteil größerer Abschlüsse profitiert, die teilweise auch durch Eigennutzer zustande kamen. Dagegen mussten Frankfurt mit nur 275 000 qm (-22%), Düsseldorf mit 258 000 qm (-18%) und Köln mit 162 000 qm (-31%) deutliche Rückgänge der Flächenumsätze verkraften. Catella Property Group meldet für Düsseldorf sogar einen Rückgang von 36%. Gleiches gilt für Essen mit 65 000 qm (-36%). In der zweiten Riege der Städte hat sich Leipzig mit 80 000 qm (+57%) am besten entwickelt.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich die Leerstände an allen Standorten weiter um rund 4% reduziert und belaufen sich aktuell auf 6,96 Mio. qm. Der Leerstandsabbau vollzog sich an allen Standorten. Während die Spitzenmieten in den vergangenen zwölf Monaten an einigen Standorten wie Frankfurt, Köln oder Essen stabil geblieben sind, haben sie in anderen Städten wie München (+1,5%) oder Berlin (+2%) leicht angezogen. Deutliche Zuwächse von gut 4% verzeichneten dagegen Hamburg und Leipzig. Gegen den Trend musste Düsseldorf einen Rückgang um knapp 4% verkraften.

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