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Frankfurter Büromarkt kann nicht an Vor-Corona-Niveau anknüpfen

_ Auf dem Frankfurter Bürovermietungsmarkt wurden im ersten Halbjahr laut blackolive rund 216 200 qm abgeschlossen (NAIapollo: 190 900 qm). Das ist mehr als in den von Corona gebeutelten Berichtszeiträumen 2020 und 2021, aber immer noch weniger als 2019.

Das zweite Quartal fiel aber schwächer aus als der Jahresauftakt. Laut NAIapollo war das zweite Quartal mit 87 800 qm (-10%) eines der schwächsten Quartale der vergangenen Jahre. Auch fehle die Bewegung, die Anzahl der Deals liegt laut NAIapollo mit 236 deutlich unter den ersten sechs Monaten 2021, als noch 255 Transaktionen registriert worden sind.

Aktuell zeigten sich sowohl eine wieder zunehmende Verunsicherung als auch Nachholprozesse im Zuge der abklingenden Corona-Krise. Größter Deal war der Baustart des Eigennutzers GIZ in Eschborn mit über 28 000 qm. Weitere Mega-Deals seien laut Kevin Nguyen, Head of Brokerage bei blackolive, für 2022 voraussichtlich nicht mehr zu erwarten. Finanzdienstleister vereinten rund ein Viertel des Gesamtumsatzes auf sich.

Die Durchschnittsmiete ist laut blackolive und NAIapollo gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 um 0,70 Euro/qm gestiegen und liegt laut NAIapollo nun bei 23,10 Euro. Die Spitzenmiete stieg laut blackolive um 1,20 Euro und laut NAIapollo um 1 Euro. Sie liegt bei rund 46 Euro. Die Mietpreise in Top-Objekten würden aber hoch bleiben. Der marktaktive Leerstand sank im zweiten Quartal laut NAIapollo um 21 000 qm auf aktuell 969 000 qm (blackolive: 936 600 qm) bzw. 8,4% oder 8% Leerstandsquote.

Den aktuellen Flächenbestand im Frankfurter Marktgebiet beziffert NAIapollo mit 11,52 Mio. qm. Bis Ende 2022 sollen laut blackolive insgesamt rund 150 000 qm neu entstehen. Bis jetzt seien davon aber erst knapp 25 000 qm fertiggestellt worden. Die Vorbelegungsquote im Jahr 2022 liegt Stand heute bei 55%. In 2023 sollen laut blackolive rund 254 000 qm auf den Markt kommen, wovon etwa 25% vermietet sind. Im Ausblick rechnet NAIapollo für die kommenden Monate mit einem unterdurchschnittlichen Flächenumsatz und steigenden Leerständen. Die Mieten blieben stabil bis positiv.

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