China

Alibaba – Gute Nachrichten in schwierigen Zeiten

Die jüngste Eskalation im Handelsstreit zwischen USA und China hat dem asiatischen Internetgiganten Alibaba nur kurz geschadet. Dies zeigt zumindest der Blick auf den Aktienkurs (163,40 Euro; A117ME; US01609W1027). In den ersten zwei Mai-Wochen ging es an der Frankfurter Börse bei Alibaba um knapp 13% nach unten. Seit Montag hat sich der Aktienkurs schon wieder um gut 9% erholt. Unsere Stoppmarke bei 93,20 Euro war nie in Gefahr.

Im Gegenteil. Anleger, die unserer Kaufempfehlung vom 20.12.18 gefolgt sind, liegen aktuell mit 30% im Plus. Und die Ausgangslage für eine neue Rallye ist gut. Am Mittwoch legte der Amazon-Rivale seine Q4-Zahlen vor. Der Erlös erhöhte sich um 51% auf umgerechnet rd. 12,1 Mrd. Euro. Ein starkes Cloud-Geschäft, das um 76% angestiegen ist, beflügelte das Unternehmen. Aber auch das Kerngeschäft mit dem Internethandel lief gut. Den Nettogewinn verdreifachte Alibaba auf 3,3 Mrd. Euro.

Im Frühjahr setzte der Markt darauf, dass der Konsum in China stark genug bleibt, um das Wachstum der Verkaufszahlen des Unternehmens aufrechtzuerhalten. Die aktuellen Quartalszahlen bestätigen das. Dieses Szenario wird aber zusehends durch Chinas eskalierenden Handelskrieg und dem Wettbewerb in China durch andere Onlinehändler bedroht. US-Präsident Donald Trump hob am Freitag die Zollabgaben auf chinesische Waren im Wert von 200 Mrd. US-Dollar auf 25% an – von zuvor 10% – und drohte weitere Produkte mit Abgaben zu belegen.

Mittlerweile fährt das Alibaba-Management eine neue Strategie und kehrt den USA immer mehr den Rücken (s. PEM v. 31.1.). Der Onlineriese sucht verstärkt den Kontakt nach Europa, wo der Konzern ohnehin noch relativ unbekannt ist. Dieser Strategieschwenk wird sich aber erst mittel- bis langfristig in der Bilanz niederschlagen. Kurzfristig werden die Binnennachfrage und der Handelsstreit den Aktienkurs beeinflussen. Bleiben Sie bei Alibaba am Ball. Auch PEM-Neuleser können noch in die Aktie einsteigen. Die Stoppmarke ziehen wir deutlich auf 120,00 Euro hoch.


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