Südkorea

5G wird Samsung schon bald einen neuen Schub geben

Samsung surft auf der 5G-Welle
Samsung surft auf der 5G-Welle © Samsung

Eine alte Bekannte kehrt ins Musterdepot zurück. Wir sehen die Zeit reif für ein Comeback der Samsung-Aktie. Mit den jüngst weiter eingetrübten kurzfristigen Aussichten – Umsatz und Gewinn sind im Q1 stark zurückgegangen – kommt der südkoreanische Elektronikkonzern zwar wieder beim Chip- und Smartphonegeschäft unter Druck, doch die Aussichten auf Besserung stehen nicht schlecht. Investoren gehen davon aus, dass es für Samsung bereits in der zweiten Jahreshälfte Rückenwind gibt, wenn die Chippreise wieder anziehen. Diese Sparte generiert bei den Südkoreanern rd. drei Viertel des Betriebsergebnisses.

Auf der anderen Seite macht die Sättigung auf dem Smartphonemarkt dem Konzern gleich doppelt zu schaffen, da Samsung zum einen Displays für die iPhones von Apple herstellt und zudem ihre eigenen Galaxy-Modelle nicht mehr so häufig über die Ladentische wandern. In den Q1-Zahlen sind aber nicht die Umsätze aus dem Verkauf der neuesten Galaxy-Smartphone-Reihe S10 enthalten, weil der Vertriebsstart erst im Q2 angelaufen ist. Apple wie auch Samsung setzt im Smartphone-Segment jedoch der Wettbewerb durch chinesische Konkurrenten wie Huawei und Oppo zu. Experten gehen aber davon aus, dass die Smartphone-Verkäufe schon bald wieder zulegen, vielleicht schon im Q2. In Südkorea und Amerika starten die neuen superschnellen 5G-Netze. Und die jüngste S10-Galaxy-Reihe ist bereits auf diesen Mobilfunkstandard technisch ausgerichtet, was im Vertrieb durchaus als Verkaufsargument ziehen könnte.

PEM-Leser profitieren indes schon länger von der jüngsten Erholung des Anteilscheins (724,00 Euro; 881823; US7960502018). Seit unserer Erstempfehlung vom 30.3.17 liegt das Papier knapp 8% im Plus. Sollten sich die optimistischen Prognosen zur weiteren Geschäftsentwicklung erhärten, dürfte die Aktie die Kursmarke von 800 Euro schon bald erreichen. Wir kaufen in Frankfurt 50 Samsung-Aktien mit einem Limit von 730 Euro. Den Stopp aus unserer laufenden Empfehlung belassen wir bei 545 Euro.


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