Sinn und Unsinn von Aktienrückkäufen

Aktienrückkäufe – Wenn‘s passt

Ob 2022 ein Rekordjahr an den Börsen wird, muss sich erst noch entscheiden. Aber Mitte Januar stehen die Chancen gut, dass es ein Rekordjahr bei Aktienrückkäufen wird (s. a. PLATOW Brief). Die bislang öffentlich gewordenen Pläne zum Erwerb eigener Aktien lassen jedenfalls erwarten, dass allein die DAX-Unternehmen in diesem Jahr für rd. 18 Mrd. Euro mehr Anteilscheine zurückkaufen werden als im Rekordjahr 2008 (16,9 Mrd. Euro).

Zuletzt kündigten aus der ersten Börsenliga SAP (13.1.) und BASF (4.1.) milliardenschwere Rückkaufprogramme an. Andere sind schon länger aktiv: Adidas will bis 2025 insgesamt 4 Mrd. Euro ausgeben, Allianz hat seit 2017 Papiere im Wert von 9 Mrd. Euro aufgekauft. Entscheidend für den Aktienkurs ist, was mit den Papieren passiert. Werden sie wie bei SAP für Mitarbeiter-Optionsprogramme „wiederverwendet“, so ist das wie ein Wechsel von der linken in die rechte Hosentasche. Nur wenn die Aktien wie bei BASF eingezogen und vernichtet werden, erhöht sich der erwirtschaftete Gewinn je Aktie. Aus unserer Sicht sollten aber Rückkäufe nur erfolgen, wenn das Unternehmen zuvor die notwendigen Erhalts- und Zukunftsinvestitionen voll getätigt hat.

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