Batteriehersteller

Akasol – Feuer frei!

Akasol-Produktionsstandort im hessischen Langen
Akasol-Produktionsstandort im hessischen Langen © Akasol

Die Ergebnisse für das Gj. 2018, die Akasol am Montag (15.4.) in Frankfurt präsentierte, sprechen eine eindeutige Sprache: Wachstum. Den Umsatz konnte der erst seit Juni 2018 börsennotierte Batteriesysteme-Hersteller um knapp 50% auf 21,6 Mio. Euro zu.

Den IPO-Kosten von 2,7 Mio. Euro ist es geschuldet, dass EBIT und Konzerngewinn negativ ausfielen. Angesichts der Aufwendungen (z. B. Aufstockung der Mitarbeiterzahl von 54 auf 156), die die Darmstädter hatten, zeigte sich CEO Sven Schulz auf seiner ersten Bilanz-PK aber hochzufrieden mit den Ergebnissen. Die Auftragsbücher seien voll, allein 2019 werde Akasol Batteriesysteme für 800 Fahrzeuge ausliefern.

Neben dem jüngsten Großauftrag eines schwedischen Busherstellers befindet sich Schulz zudem in Gesprächen mit einem asiatischen Anbieter von Nutzfahrzeugen. Hierbei gehe es um ein Seriengeschäft von mehr als 1 000 Fahrzeugen, das günstig vom Standort Langen aus bedient werden könnte. Zwar gebe es auch Überlegungen zu einem eigenen Standort in Asien, so Schulz auf PLATOW-Nachfrage. Dieser würde sich aber erst ab 5 000 bis 10 000 Fahrzeugen rentieren. Angesichts einer Eigenkapital-Quote von 88,4% rechnen wir zudem damit, dass zeitnah die Fremdkapital-Seite gestärkt wird, um weiteres Wachstum zu finanzieren.

Daher dürfen Anleger auch vorerst nicht mit Ausschüttungen rechnen, wie uns CFO Carsten Bovenschen erläutert. Es gebe zwar das Ziel, irgendwann eine Dividende zu zahlen, aber zunächst sei alles auf Wachstum ausgerichtet (60 Mio. Euro Umsatz 2019; 200 Mio. Euro bis 2022). An der Börse kommen die Pläne an: Die recht volatile Aktie (44,95 Euro; DE000A2JNWZ9) legte seit Freitag gut 15% zu. Seit Anfang März steht ein Plus von rd. 44%. Langfristig orientierte PB-Leser passen bei Akasol Rücksetzer ab und steigen ab Kursen unter 42,50 Euro ein. Stopp: 33,50 Euro.


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