Konsumgüter

Beiersdorf greift beim Ausverkauf von Bayer zu

Zuwachs für den Nivea-Konzern. Der neue Chef löst alte Versprechen ein.
Zuwachs für den Nivea-Konzern. Der neue Chef löst alte Versprechen ein. © Beiersdorf

Viel zitiert wurde die „Angel“, die der langjährige Beiersdorf-Chef Stefan F. Heidenreich ausgeworfen hatte, um das Reich der Traditionsmarke Nivea zu erweitern. Bis zum Schluss ließ er die Aktionäre warten. Anders sein Nachfolger Stefan De Loecker. Der neue Nivea-Mann setzt nach nur wenigen Monaten Heidenreichs Versprechen in die Tat um.

Fündig wurden die Hamburger in den USA. Für 550 Mio. US-Dollar erwirbt Beiersdorf die Sonnenschutzmarke Coppertone (Umsatz 2018: 213 Mio. Dollar) und sichert sich damit die führende Rolle am weltweit größten Sonnenschutzmarkt. Ausgedealt wurde der Markenwechsel mithilfe der Kanzlei Freshfields aber in Deutschland. Coppertone gehört seit 2014 zu Bayer. Mit dem Zukauf setzt De Loecker seine bei Amtsantritt zu Jahresbeginn vorgestellte Wachstumsstrategie „C.A.R.E. +“ um.

Für Beiersdorf und Bayer ist der Deal ein Win-win. Die Aktionäre der Hamburger warten schon lange darauf, dass die milliardenschwere Kriegskasse für strategische Zukäufe geknackt wird. Und Bayer kann angesichts der kostenschweren Folgen der Rechtsstreitigkeiten um Monsanto und des Schuldenbergs eine Finanzspritze gut gebrauchen. Zudem will Bayer sein Geschäft auf die Bereiche mit rezeptpflichtiger Arznei und Agrochemie konzentrieren und mistet aus. Im Schaufenster stehen auch die Pflegemarke Dr. Scholl’s, die 60%-Beteiligung an Currenta sowie das Animal-Health-Geschäft. Bis wann der Rest verkauft sein soll, sei nicht festgelegt, so ein Sprecher. Bei allen Verkaufsprozessen mache Bayer jedoch gute Fortschritte.


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