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DAX-Werte – Wer einmal hinten liegt, dem . . .

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Handelssaal Frankfurter Wertpapierbörse © Deutsche Börse AG

Die 30 im DAX gelisteten Unternehmen bilden das Herzstück der global aufgestellten deutschen Wirtschaft, aber nicht in jedem Fall die Crème de la Crème. Einzeltitel, die einmal in den Abwärtsstrudel geraten sind und sich schlechter schlagen als der Index insgesamt, haben Mühe, sich aus diesem Sog, der sie nach unten zieht, zu befreien. Das zeigen Berechnungen, die das PLATOW-Team angestellt hat.

Die Benchmark dabei ist die Entwicklung des DAX in den zurückliegenden zehn Jahren einerseits und seit Anfang 2019 andererseits. In der Dekade ist der Index von 4 674 Zählern um mehr als das 2,5-fache gestiegen und kämpft zurzeit mit der Marke von 12 000 Punkten. Seit Jahresbeginn hat er 13% aufs Parkett gelegt. Wie sich zeigt, sind die Aktien, die den DAX schon in der Dekade regelmäßig geschlagen haben, auch bisher ungewöhnlich gut ins Jahr gestartet, während die Underperfomer seit 2009 auch im bisherigen Jahresverlauf hinten liegen. Das Paradebeispiel für einen Outperformer ist die Allianz. Oliver Bäte hat das erfolgreiche Erbe von Michael Diekmann nahtlos fortgeführt. Der Kurs des Versicherers hat sich seit 2009 nahezu verdreifacht. Seit Jahresbeginn stieg die Notiz um weitere stolze 19%. Die Allianz schob sich damit unter den Börsenschwergewichten mit gut 88 Mrd. Euro auf Platz zwei, hinter die deutlich vorne liegende SAP, aber noch vor Siemens. Ähnlich prächtig geschlagen hat sich im Lang- wie im Kurzzeitvergleich SAP. Auch hier wurde der DAX in jeder Hinsicht geschlagen, während Siemens zurückgefallen ist, mit schwachem Jahresstart und einer Dekaden-Performance unterhalb des DAX. Typisches Kellerkind ist und bleibt Thyssenkrupp. Das war vor zehn Jahren und ist heute so. Der Kurs liegt derzeit 20% unter dem Niveau von 2009 und die bisherige Jahresperformance bei traurigen -15%.

Interessant das „Pärchen“ Daimler und BMW. Hier haben die Stuttgarter im bisherigen Jahresverlauf (+21%) nicht nur den DAX, auch die Münchener Konkurrenz (+4%) geschlagen. Im Dekaden-Vergleich, der vor allem den die Nachhaltigkeit liebenden Quandts wichtiger ist, liegt BMW mit fast einer Kursverdreifachung aber vor DAX und dem Rivalen, der gerade mal eine Verdoppelung geschafft hat. Der Schaden durch Glyphosat (s. u.) hat Bayer in jeder Hinsicht aus der Bahn geworfen. Bisherige Jahresperformance nur 1%. Die Kursverdoppelung in einer Dekade wurde ebenfalls klar verfehlt. BASF schafft das Klassenziel knapp, liegt im Jahr wie in der Dekade auf Index-Level.


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