Konjunktur

Allianz – Weltwirtschaft erst 2021 wieder besser

Allianz macht Hoffnung auf Aufschwung
Allianz macht Hoffnung auf Aufschwung © Allianz

Die weltweite Konjunktur entwickelt sich derzeit nur langsam. Glaubt man den Prognosen von Allianz SE-Chefvolkswirt Ludovic Subran, ist vor allem Geduld gefragt. Nach einem BIP-Wachstum von mageren 2,5% in 2019 sollte sich die Weltkonjunktur im lfd. Jahr zunächst auf 2,4% noch einmal verlangsamen.

Aber eine Wende sei schon jetzt absehbar. Bereits ab der zweiten Jahreshälfte sieht Subran eine Beschleunigung der Wirtschaftstätigkeit und prognostiziert für 2021 ein globales BIP-Wachstum von 2,8%. Grund seien die sich verringernden politischen Unsicherheiten, die zwar weiter bestehen bleiben, aber voraussichtlich nicht mehr das Gewicht von 2019 erreichen werden. Das gelte für den Handelskonflikt zwischen USA und China, der nicht weiter eskalieren werde.

Für Deutschland, wo 2019 eine Rezession vermieden werden konnte, geht die Allianz von stark eingetrübten Wachstumsaussichten in den nächsten Quartalen aus. Zu sehr belasten die hohe Exportabhängigkeit und die Probleme der Autoindustrie. Soweit die Makrosicht. Auf Unternehmensebene hat es bei den weltweiten Top-Risiken an der Spitze der Gefahrenliste einen Wechsel gegeben. Cybervorfälle sind erstmals das wichtigste Geschäftsrisiko für Unternehmen weltweit, so das Ergebnis des jetzt vorgestellten Allianz Risk Barometers. Somit haben IT-Gefahren das Risiko einer Betriebsunterbrechung auf den zweiten Rang verdrängt.

Das Risiko Betriebsunterbrechung, das in Deutschland weiter auf Platz 1 ist, nahm weltweit seit 2013 den Spitzenplatz ein, damals lag Cyber noch an 15. Stelle. Die Sorge vor rechtlichen Veränderungen im Wirtschaftsumfeld (Platz 3) infolge von Handelskriegen, Zöllen oder Wirtschaftssanktionen und die Folgen des Klimawandels (Platz 7) sind weltweit die größten Aufsteiger in der Rangliste der Geschäftsrisiken.

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