Logistik

Deutsche Post – Gerüstet für den Jahresendspurt

Post-Chef Appel bestätigt Ergebnisziele für 2020 und 2022
Post-Chef Appel bestätigt Ergebnisziele für 2020 und 2022 © Deutsche Post

Die Deutsche Post tut wieder, was sie soll: pünktlich liefern. Das gilt zumindest für die Finanzzahlen des Bonner Logistikriesen. Noch bevor es in das wichtige Schlussquartal mit Black Friday, Cyber Week und Weihnachten geht, zeigt sich die 2018 noch durch Restrukturierung belastete Post-Bilanz wieder gestärkt.

Im Q3 liefen die Geschäfte der fünf Divisionen so erfolgreich (Umsatz: +4,7% auf 15,6 Mrd. Euro, EBIT: 942 Mio. nach 376 Mio. Euro im Vj.), dass Finanzchefin Melanie Kreis die operative Entwicklung endlich auch im Cashflow nachvollziehen kann (507 Mio. nach 143 Mio. Euro). „Damit ist ein wichtiger Schritt für die Jahresprognose gemacht“, verkündet Kreis im Q3-Call und bestätigt zudem die Ergebnisziele für 2020 und 2022.

Mit der „Strategie 2025“ richtet Post-Lenker Frank Appel sein Augenmerk jetzt noch stärker auf eine positive Cashflow-Entwicklung. Zwischen 2020 und 2022 sollen kumuliert 4,5 Mrd. bis 5,5 Mrd. Euro erreicht werden. Das erfordert Höchstleistung, denn auch bei den Investitionen will Appel nicht vom Gas gehen. Im Q3 flossen konzernweit 854 (Vj.: 827) Mio. Euro in bessere Infrastruktur, darunter zwei weitere der 14 neuen Maschinen des Typs Boeing 777 für die Express-Flotte. Bis Jahresende will die Post ihre Investitionen dann auf 3,7 (2,6) Mrd. Euro hochschrauben. Dass die Paketsparten dabei besonders berücksichtigt werden, liegt am E-Commerce. Er schiebt die Geschäfte der Post weiter kräftig an.

So kam das deutsche Paketgeschäft im Q3 auf ein Umsatzplus von 9,9% und trieb das operative Ergebnis, gestützt von 3,1% mehr Brieferlös, zurück in die schwarzen Zahlen (P+P: 304 Mio. nach -202 Mio. Euro). Ohne die im Vj. angefallenen 392 Mio. Euro Restrukturierungskosten kann Kreis hier ein Plus von 114 Mio. Euro vorweisen. Und auch bei Express (EBIT: +11%) und der neuen Division eCommerce Solutions, mit 6 (-7) Mio. Euro nun erstmals profitabel, zahlt sich die Kauflaune aus. Darauf lasse sich aufbauen. Doch zunächst richtet Kreis ihren Blick vor allem auf das laufende Q4, das mit 11 000 Paketen pro Tag die Profitabilität der Post immer wieder testet, wie die Managerin einräumt. Gute Planung sei das A und O, so Kreis. Bereits vor dem Sommer habe die Starkverkehrsplanung begonnen. 10 000 Saisonarbeiter und 12 000 zusätzliche Fahrzeuge sollen ein Post-Chaos zu Weihnachten verhindern.

 

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