Energieversorger

Uniper und Shell legen Grundstein für Wasserstoff-Infrastruktur

Mit Shell arbeitet der Energieversorger Uniper weiter am grünen Image.
Mit Shell arbeitet der Energieversorger Uniper weiter am grünen Image. © Uniper SE

_ Seit der Übernahme durch die finnische Fortum treibt der konventionelle Versorger Uniper seine grüne Transformation voran, um im Einklang mit der Ausrichtung der Mutter die europäische Energieerzeugung bis 2035 CO2-neutral zu gestalten. Dazu haben sich die Düsseldorfer nun einen starken Partner geangelt, der ebenfalls am sauberen Imagewandel arbeitet, und eine für die Industrie klimapolitisch wichtige Weichenstellung ins Visier genommen.

Zusammen mit Ölriese Shell will Uniper den Ausbau der europäischen Wasserstoff-Infrastruktur (Power to X) vorantreiben. Im Fokus der Kooperation stehen gemeinsame Synergien. Uniper und Shell wollen im großen Stil Wasserstoff von den Häfen Rotterdam und Wilhelmshaven nach Nordrhein-Westfalen (und gegenläufig CO2) transportieren. Auch die Wasserstoffversorgung von Rotterdam und Wilhelmshaven zu den Shell-Standorten im rheinländischen Wesseling und Godorf stünde u. a. auf der Agenda, wie Uniper erklärt.

Beide Konzerne hatten jüngst erst Wasserstoff-Großprojekte angekündigt und bündeln ihre Kräfte nun. Die Kooperation kommt zur rechten Zeit. Denn die Unkenrufe vom Industrieverband BDI, dass Deutschland ins Hintertreffen zu fallen droht, wenn nicht massiv und mit politischer Hilfe in die Wasserstoff-Infrastruktur investiert wird, werden lauter. Vor allem weil China und die USA mit strammen Engagement voranschreiten. Grüner Wasserstoff zählt zu den Schlüsseltechnologien für die Dekarbonisierung der Wirtschaft. Bei vielen Prozessen kann CO2-frei erzeugter Wasserstoff zum Einsatz kommen, nicht bei allen aber ist er sinnvoll. Den größten nachhaltigen Impact sehen Experten vor allem in energieintensiven Sektoren wie Stahl- und Chemie oder im Flug- und Schiffsverkehr. Im Mobilitätssektor ist Wasserstoff nur bedingt eine grüne Alternative. Nämlich dort, wo batteriebetriebene Antriebe technisch nicht sinnvoll sind wie im Schwerlastverkehr oder der Logistik.

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