Nachrichten Wirtschaft
Fondsregulierung kostet hohen dreistelligen Millionenbetrag
(18.4.2013) Die Lobbyarbeit der Fondsindustrie hat in den vergangenen Monaten einige Erfolge zu verzeichnen gehabt. Allen voran steht die Verhinderung der von Berlin bzw. Brüssel geplanten Abschaffung der Provisionsberatung sowie von Spezialfonds und offenen Immobilienfonds. Bei den Immobilienfonds entscheidet sich in diesen Wochen, wie die künftige Regulierung im Detail aussieht, insbesondere ob die vorgesehenen Freibeträge bestehen bleiben. Dennoch steht der Branchenverband BVI, der im vergangenen Jahr allein an die 30 Projekte bearbeitet hat, immer noch einem Wust von Regulierungsvorhaben gegenüber.
apoBank – Mehr Provisionen und Cost-Cutting sollen es richten
(17.4.2013) Mit steigenden Zinsen ist vorerst nicht zu rechnen. Nicht nur für Versicherungen, auch für Banken ist das ein Problem. apoBank-Chef Herbert Pfennig gab diesbezüglich sogar auf mittlere Sicht keine Entwarnung und berief sich vor der Presse in Frankfurt auf Aussagen von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, der, darauf angesprochen, mit einer weiteren „Dekade“ rechnet, bis die Blessuren der Finanz- und Eurokrise ausgeheilt seien.
Frauenquote - Realität holt Gesetzesinitiative ein
(16.4.2013) Angela Merkels schwarz-gelber Regierungskoalition droht neuer Ärger. Am kommenden Donnerstag (18.4.) entscheidet der Bundestag in zweiter und dritter Lesung über die Initiative des Bundesrats zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen. Die von der rot-rot-grünen Mehrheit in der Länderkammer beschlossene Initiative sieht vor, dass bis 2018 zunächst mindestens 20% der Aufsichtsratsmitglieder Frauen sein müssen. Bis 2023 soll die Quote dann auf 40% steigen.
Slowenien – Zahlt die Gemeinschaft wieder für politische Versäumnisse?
(11.4.2013) Wir hatten bereits im vergangenen Jahr auf die massiven Probleme Sloweniens hingewiesen. Eine Ursache sahen wir in der Nachlässigkeit Brüssels, den Beitrittsländern aus Osteuropa genauer auf die Finger zu schauen. Auch bei Slowenien gab es schon vor dem EU-Beitritt 2004 einen kreditfinanzierten Immobilienboom. Günstige Refinanzierungsmöglichkeiten, die nach der Euro-Einführung 2007 eine neue Dimension erreicht hatten, wurden genutzt, um bis 2008 das Kreditvolumen deutlich auszuweiten. Mit der Lehman-Pleite änderte sich das Umfeld jedoch schlagartig.
bauma 2013 – Nachfrage nach Baumaschinen ungebrochen hoch
(10.4.2013) Während in Deutschland der Bergbau mehr und mehr zurückgefahren wird, erlebt er in den aufstrebenden, nach Rohstoffen hungernden Schwellenländern eine ungebrochen starke Nachfrage. Davon profitieren auch die deutschen Hersteller. Seit 2007 hat der Umsatz der im VDMA organisierten Bergbaumaschinenhersteller im Schnitt jährlich um 13% zugelegt.
Arbeitsmarkt - Europas Achillesferse
(9.4.2013) Alles dreht sich um den Arbeitsmarkt, nicht nur die Börse, wenn beispielsweise, wie am vergangenen Freitag, schlechte Daten aus den USA die Märkte nach unten ziehen. Auch politische Schicksale hängen an der Beschäftigungslage. Vor allem protestierende Massen in Griechenland und anderen von der Euro-Krise gezeichneten Staaten waren es, die amtierende Regierungen aus dem Amt gejagt und einen politischen Wechsel erzwungen haben.
Neuer WTO-Chef steht vor großen Herausforderungen
(8.4.2013) Am 31.8. endet die Amtszeit des bisherigen WTO-Chefs Pascal Lamy. Als Nachfolgekandidaten haben neun Personen ihren Hut in den Ring geworfen. Es handelt sich damit um ein offenes und faires Verfahren. Doch während es die Diskussionen über die Neubesetzungen beim IWF oder der Weltbank regelmäßig sogar in die TV-Nachrichtensendungen schaffen, führt ausgerechnet die WTO in der öffentlichen Wahrnehmung eher ein Schattendasein. Immerhin acht Kandidaten kommen aus den Schwellenländern (einer aus Neuseeland) und immerhin drei Frauen buhlen um Zustimmung der Mitglieder.
IVG – "Shareholder-Autismus" gibt Rätsel auf
(7.4.2013) Gerade einmal drei Wochen ist es her (vgl. PLATOW vom 15.3.), da hatte die IVG Immobilien im vorläufigen Zahlenwerk abermals ein Großreinemachen von 100 Mio. Euro nicht liquiditätswirksamer Verluste aus dem Hut gezaubert. Das mag das Parkett nicht. Ansonsten war aber das operative Geschäft gut gestartet, die Restrukturierung erfolgreich und die Liquidität planbar. Ein Backgroundgespräch auf der MIPIM mit IVG-Vormann Wolfgang Schäfers bestätigte die „Klarschiff“-Botschaft.
