Nachrichten Wirtschaft

Karstadt – Vor einer Fusion mit Kaufhof steht die Sanierung

(20.8.2014) Schon beim Einstieg bei den Sport- und Premium-Häusern hatte René Benko auf eine Komplettübernahme von Karstadt geschielt. Doch nun musste der österreichische Immobilien-Magnat bei Karstadt sogar schneller als ursprünglich geplant zugreifen. Gern hätte Benko die Sanierung der Standard-Warenhäuser dem bisherigen Eigentümer Nicolas Berggruen überlassen. Aber angesichts der drohenden Schließung von bis zu 20 Karstadt-Filialen wollte sich Berggruen damit wohl nicht mehr die Finger schmutzig machen. Erst recht nicht übernehmen wollte Berggruen die hohen Kosten einer durchgreifenden Karstadt-Sanierung.  

Forderung nach mehr Effizenz - Fahrenschon duckt sich weg

(19.8.2014) Wie berichtet (s. Brief v. 6.8.) gibt es angesichts unter Druck stehender Marktanteile und Ergebnisse bei den Sparkassen den dringenden Wunsch, sich auf Verbandsseite effizienter und kostengünstiger zu organisieren. Die vier gebildeten Arbeitsgruppen befassen sich vor allem mit neuen Projekten, Innovationen, den Strukturen bei Technik und Kartengesellschaften sowie der Neujustierung der Gremien innerhalb der Sparkassen Finanzgruppe.  

Lufthansa – Piloten lassen Aktionären wenig vom Gewinn

(18.8.2014) Für Aufsehen sorgt ein Vorstoß von Verkehrspolitikern der Großen Koalition. Sie wollen Deutschlands Airlines, die mit viel Wettbewerbsdruck seitens ihrer überwiegend staatlich subventionierten globalen Rivalen zu kämpfen haben, mit Steuererleichterungen und einer Liberalisierung von Nachflugverboten helfen. In der Tat haben Lufthansa und Air Berlin einen schweren Stand. Obwohl so viel wie nie geflogen wird, steht Air Berlin, die am Donnerstag mit Zahlen kommt, seit Jahren am Rande der Pleite. Lufthansa ist zwar weit entfernt davon, aber die Ergebnisse, die der Airline unterm Strich bleiben, sind mager. So konnte Carsten Spohr, seit 1.5. die Nr. 1 im Cockpit, fürs Halbjahr erneut nur ein, allerdings verringertes, Minus von 79 Mio. Euro vermelden. Keine rosigen Aussichten also für die Aktionäre, die seit Jahresbeginn auf Kursverlusten von fast 20% sitzen und im April eine magere Dividende von 45 Cent/Aktie kassierten.  

Henkel – Das zweite Halbjahr wird zur Herausforderung

(13.8.2014) Noch im Juni machte sich Henkel-Chef Kasper Rorsted selbst ein Bild von den russischen Werken. Immerhin ist das Land der viertwichtigste Markt des Konsumgüterherstellers. Die Menschen vor Ort hätten von einer Bedrohung, nicht aber von einer wirtschaftlichen Krise gesprochen. Tatsächlich lief das Russlandgeschäft auch im zweiten Quartal gut und brachte es auf ein organisches Wachstum von 6%. Der Umsatz in der Region legte sogar um 2,8% zu. Allerdings setzt dem Konzern der Verfall des Rubels zu, genauso wie deutliche Einbrüche in der Ukraine, die immerhin zu den zehn wichtigsten Absatzmärkten gehört.  

Krisenherde setzen Güter- und Finanzmärkte unter Strom

(12.8.2014) Fast jeden Tag rücken neue geopolitische Krisenherde in den Fokus. In der gesamten arabischen Welt, vom Irak über Gaza bis nach Libyen und Syrien, brennt es. In der Ost-Ukraine tobt ein Bürgerkrieg, bei dem die Großmacht Russland im Hintergrund wichtige Fäden zieht. Eine solche Situation ist für die Güter- und Finanzmärkte gleichermaßen Gift. Beide sind heutzutage rund um unseren Globus gut vernetzt und entsprechend abhängig voneinander.  

Stabile Konjunktur stützt Logistikmärkte

(7.8.2014) Die insgesamt stabile, auf Wachstumskurs befindliche Konjunktur in Deutschland kommt den Logistikmärkten und der Flächennachfrage zu Gute. Diese beläuft sich im ersten Halbjahr 2014 auf 2,58 Mio. qm und liegt damit auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Der langjährige Durchschnitt konnte um knapp 13% übertroffen werden. Zur längerfristig positiven Entwicklung tragen wesentlich auch strukturelle Entwicklungen bei, zu denen der Bedeutungszuwachs des E-Commerce genauso gehört wie anhaltende Outsourcing-Prozesse der Industrie.  

Leise Drohung Richtung Brüssel – BMW fordert mehr Unterstützung

(6.8.2014) Milliardensummen hat BMW in die Entwicklung seiner Elektrofahrzeuge i3 und i8 investiert. Da dieser Aufwand dank der blendenden Ertragslage abgeschrieben ist, verdienen die Stromer auf den ersten Blick auch Geld, unter dem Strich sieht die Rechnung allerdings anders aus. Dafür sind die Stückzahlen zu gering und die Produktion, in der von Kohlefaserteilen bis hin zu leistungsfähigen Akkus viel Neuland betreten wird, zu wenig effektiv.  

HypoVereinsbank garniert solides Q2 mit glücklichem DAB-Verkauf

(5.8.2014) Als es dem UniCredit vor wenigen Jahren schlecht gegangen ist, wäre es ein Leichtes gewesen, mit dem schnellen Verkauf einiger Beteiligungen die Bilanz etwas aufzupäppeln. Stattdessen haben sich die Italiener für Kapitalerhöhung und die größte Abschreibung in der europäischen Bankenlandschaft entschieden. Jetzt indes lässt sich mit dem Börsengang der Direktbank-Tochter Fineco in Italien und dem Verkauf der zur deutschen Tochter HypoVereinsbank gehörenden DAB Bank mehr Wert schaffen. Für ihren Anteil an der DAB Bank, um die sich schon länger Verkaufsgerüchte ranken (s. auch heutige PLATOW Börse), erhält die HypoVereinsbank von BNP Paribas rd. 350 Mio. Euro.  

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