Nachrichten Wirtschaft

So einfach kann sich Merkel nicht aus dem Staub machen

(17.7.2014) Viel wurde im Vorfeld der Fußball-WM in Brasilien über einen möglichen Rücktritt von Bundestrainer Jogi Löw spekuliert. Als Weltmeister-Coach könnte Löw auf dem Zenit seiner Karriere abtreten und im Falle eines Scheiterns der Nationalelf wäre der Bundestrainer trotz laufenden Vertrags ohnehin nicht mehr zu halten, lauteten die messerscharfen Analysen der Sport-Kommentatoren. Doch nach dem grandiosen Gewinn des vierten Sterns sind die Rückzugsspekulationen um Löw schlagartig verstummt. Dafür flammten mitten im WM-Jubel erneut Spekulationen über einen freiwilligen Rücktritt von Kanzlerin Angela Merkel auf, die sich ebenso wie Löw auf dem Höhepunkt ihrer Macht befindet. Unterfüttert werden die Gerüchte mit zwei Daten: Am Donnerstag feiert Merkel ihren 60. Geburtstag und im kommenden Jahr steht ihr 10-jähriges Dienstjubiläum als Kanzlerin an.  

Mario Draghi hat keine Angst vor Missbrauch

(16.7.2014) Die neue dicke Bertha der EZB ist mit einem Präzisionszielrohr ausgestattet. Der Zentralbankrat will gewährleisten, dass die zunächst im September und Dezember angebotenen vierjährigen Refinanzierungsgeschäfte, die mit 0,25% Zins 0,10 Prozentpunkte über dem Hauptrefinanzierungssatz der EZB gepreist werden, die so genannten TLTRO, in Kredite für die Realwirtschaft fließen und nicht für Arbitragegeschäfte oder Käufe anderer Vermögenswerte verwendet werden. Auch für die Ausleihung als Hypothek sind sie nicht gedacht.  

GfK – Der Aufschwung in Europa ist noch nicht robust

(14.7.2014) Trotz aller Diskussionen und Krisen scheint sich der Aufschwung in den EU-Länder zu verfestigen. Dies spiegelt sich in der Entwicklung der Hauptindikatoren (Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung) des GfK-Konsumklimaindex Europa wieder. Dieser ist mit 9,1 Punkten aktuell so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Zwar sei das Konsumniveau immer noch verhältnismäßig niedrig, aber die Richtung stimme, so GfK-Experte Rolf Bürkl am Freitag in Nürnberg. Auch in den meisten Ländern zeigen die Indikatoren nach oben. Vor allem die Griechen scheinen überzeugt, dass sie das Schlimmste inzwischen hinter sich haben. Auch die polnischen und tschechischen Verbraucher blicken optimistischer in die Zukunft als noch zu Jahresbeginn.  

Karstadt droht offensichtlich schon die nächste Insolvenz

(9.7.2014) Nach nur gut fünf Monaten an der Spitze der Warenhaus-kette Karstadt hat die Hoffnungsträgerin Eva-Lotta Sjöstedt geradezu fluchtartig ihren Posten verlassen. Neben fehlendem Rückhalt für ihre Strategie und gebrochenen Investitionsversprechen von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen dürfte die ehemalige Ikea-Managerin nicht zuletzt die Aussicht, dass ihr Name womöglich mit einer abermaligen Insolvenz der notorisch klammen Warenhaus-Kette in Verbindung gebracht werden könnte, zur Flucht aus Essen veranlasst haben. Anders sind Sjöstedts kryptische Hinweise auf ihre „genaue Kenntnis der wirtschaftlichen Rahmendaten“ und „Erfahrungen der letzten Monate“ kaum zu interpretieren.  

Wer ist schuld an der weit geöffneten Vermögensschere?

(8.7.2014) Die als ungleich wahrgenommene Vermögensverteilung in Deutschland wird zu einem Politikum hochstilisiert. Der am vergangenen Donnerstag im Bundestag mit großer Mehrheit verabschiedete Mindestlohn war erneuter Anlass, die sich angeblich immer weiter öffnende Schere bei Einkommen und Vermögen zu beklagen.  

BayWa feilt an Strategie für 2020

(7.7.2014) Am 7.8. veröffentlicht BayWa sein Ergebnis für das zweite Quartal. Gegenüber Vorjahr wird es nach unseren Informationen trotz eines exzellenten Abschneidens der erneuerbaren Energien einen Rückgang geben. Grund dafür ist der milde Winter, der sowohl in der mit Abstand wichtigsten Sparte Agrar wie auch im kleinen Baustoffhandel zu Vorzieheffekten geführt hat, die sich im guten Q1-Ergebnis wiedergefunden haben.  

Metro verkauft Konzernzentrale an IVG Institutional Funds

(6.7.2014) Die Metro ist nicht nur ein internationaler Handelskonzern, sondern auch ein großer Spieler auf dem Immobilienmarkt. Dabei machen die Düsseldorfer auch nicht vor ihrer eigenen Konzernzentrale halt. Angespornt durch die gute Entwicklung auf dem Immobilienmarkt hat die Metro vor wenigen Tagen Teile ihres gewaltigen Hauptverwaltungsareals in Düsseldorf an die IVG Institutional Funds verkauft.  

BayernLB – Verkauf der Problem-Tochter MKB rückt näher

(3.7.2014) Der frühere Chef der BayernLB und baldige Aufsichtsratvorsitzende Gerd Häusler hat seinem Nachfolger Johannes-Jörg Riegler ein fast besenreines Haus hinterlassen. Während es operativ durchaus ordentlich läuft, drücken aber immer noch Lasten aus der Vergangenheit.  

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