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Formel 1-Verkauf – Ecclestone und BayernLB pokern um Vergleich

(5.9.2014) Die Rekordsumme von 100 Mio. Dollar hatte sich Formel 1-Chef Bernie Ecclestone die Einstellung des Münchener Bestechungsprozesses kosten lassen. Doch völlig ausgestanden ist die Angelegenheit für den Formel 1-Zampano damit noch keineswegs, auch wenn ihm strafrechtlich nichts mehr geschehen kann. Denn die BayernLB, die sich von Ecclestone und ihrem wegen Bestechlichkeit verurteilten Ex-Vorstand Gerhard Gribkowsky um einen höheren Verkaufspreis für die den Münchenern nach der Kirch-Pleite zugefallenen Formel 1-Rechte geprellt fühlt, fordert von dem Briten Schadenersatz von bis zu 400 Mio. Dollar. Ecclestone war nach dem Ende des Münchener Prozesses jedoch nur zu einer Zahlung von 25 Mio. Euro bereit und setzte der BayernLB eine Annahmefrist bis zum 8. August.  

Zwei deutsche Immobilienhochburgen in den Top 10 der Welt

(4.9.2014) Der City Investment Intensity Index von JLL sieht München (Platz 2) und Frankfurt (Platz 8) unter den Top Ten der attraktivsten Investitionsstandorte. Der Index vergleicht das Volumen direkter Immobilien-Investments der letzten 3 Jahre im Verhältnis zur ökonomischen Größe einer Stadt. Das liefere einen Maßstab der Liquidität für Immobilien und sei ein nützliches Barometer für die Wettbewerbsfähigkeit einer Stadt. Der Index konzentriert sich auf Städte, die sich im Verhältnis zu ihrer Größe einer überdurchschnittlichen Attraktivität im Blick auf Immobilien-Investments erfreuen.  

Automarkt – Premiumhersteller orientieren sich nach Asien

(3.9.2014) Mit 213 000 neu zugelassenen Fahrzeugen liegt das Zulassungsvolumen bei Pkw in Deutschland nach den jüngsten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes im August knapp unter dem Vorjahr. Für die ersten acht Monate kommt das Amt zwar auf ein leichtes Plus von 2,4% und auch VDA-Präsident Matthias Wissmann rechnet auf Grund des Auftragseingangs der Industrie für das Gesamtjahr mit einem stabilen Jahr mit rd. 3 Mio. Neuzulassungen nach 2,95 Mio. im Vorjahr.  

Bau - Kleine Margen und politische Risiken belasten

(2.9.2014) Dem deutschen Baugewerbe geht es so gut wie lange nicht mehr. Euler Hermes prognostiziert für das Gesamtjahr einen Zuwachs von 3,5%, 2015 soll das Plus 5,3% betragen. Der Bauindustrieverband HDB geht für 2014 von einem Plus von 4,5% aus. Damit widerspricht Deutschland dem allgemeinen Trend in Europa. Wie sich die gute Lage auswirkt, zeigen die Zahlen des österreichischen Bauunternehmens Strabag.  

Schäuble warnt Draghi vor Anleihekäufen

(31.8.2014) Anders als bei seinem OMT-Programm zur Rettung des Euro kann EZB-Präsident Mario Draghi wohl nicht mit der Rückendeckung durch die Bundesregierung rechnen, sollte die Notenbank massenweise Anleihen ankaufen, um die Konjunktur in der Euro-Zone anzukurbeln. Bei seinem Besuch in Frankreich ließ Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in einem Interview mit „Bloomberg-TV“ am Rande einer Konferenz des französischen Arbeitgeberverbands Medef verlauten, die Geldpolitik habe ihre Instrumente ausgereizt.  

WGZ Bank ist derzeit nicht in Fusions-Laune

(28.8.2014) Das Zahlenwerk, das WGZ Bank-Vormann Hans-Bernd Wolberg gerade für das erste Halbjahr vorgelegt hat, kann sich sehen lassen. Der gute Draht zu den Volks- und Raiffeisenbanken in Norddeutschland spiegelt sich im gestiegenen Zins- und Provisionsergebnis der Gruppe, bei dem allerdings jeweils die Hypothekentochter WL Bank auch eine wichtige Rolle spielt. Beim Ergebnis vor Steuern kommt in der Gruppe nach IFRS unter dem Strich dennoch ein Rückgang von knapp 5% auf 246 Mio. Euro heraus, wofür nicht zuletzt Wertanpassungen im Beteiligungsportfolio verantwortlich waren. So gibt sich Vormann Wolberg im Unterschied zu seinem stets sehr selbstbewusst auftretenden Vorgänger und heutigen Oberaufseher Werner Böhnke denn auch etwas zurückhaltender. Operativ seien zwar weitere Zuwächse drin, so Wolberg, der ein Ergebnis in der Nähe des Vorjahres anpeilt. Insgesamt schauten die Düsseldorfer aber mit etwas gebremster Zuversicht auf den weiteren Jahresverlauf.  

Deutsche Bahn – Tarifzank wird zum Dauerzustand

(25.8.2014) Mal wieder läuft es auf eine Eskalation eines Tarifstreits hinaus, an dessen Ende wohl Streiks stehen werden, die den Bahnverkehr in Deutschland lahmlegen. Noch ist es nicht soweit, doch die in der vergangenen Woche fürs Erste gescheiterten Verhandlungen über eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Deutschen Bahn und den Gewerkschaften GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) und EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) deuten stark in diese Richtung. Die GDL zumindest spielt bereits wieder mit kämpferischem Vokabular.  

Nissan – Starke Verbesserungen verleiten zu vorsichtigem Einstieg

(21.8.2014) Der Autokonzern Nissan hatte zuletzt durchaus bewegte Zeiten hinter sich gebracht. So hatte CEO Carlos Ghosn Ende des vergangenen Jahres seinen COO wegen unbefriedigender Renditezahlen vor die Tür gesetzt. Zuvor hatte eine Prognosekorrektur nach unten die Aktie (7,24 Euro; 853686; JP3672400003) auf Talfahrt geschickt. Mittlerweile sind die Voraussetzungen wieder besser geworden. Im laufenden Jahr legte der Wert um immerhin rund 20% zu. Auch die fundamentalen Daten können sich inzwischen wieder sehen lassen.  

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