Nachrichten Wirtschaft

Union Investment steigert Assets under Management zweistellig

(24.7.2014) Auf einer Presseveranstaltung in Deidesheim zeigte sich Union Investment CEO Hans Joachim Reinke mit dem operativen Verlauf des ersten Halbjahres sehr zufrieden. Gegenüber der Vorjahresperiode gelang es der Fondsgesellschaft die Assets under Management um knapp 11% auf 218,8 Mrd. Euro zu steigern. Damit markierte das verwaltete Vermögen der Frankfurter einen neuen Rekordwert. Zu dem Erfolg trug neben dem Privatkundengeschäft insbesondere der institutionelle Bereich bei, der den Nettoabsatz auf 4,5 Mrd. Euro steigerte. Gefragt waren insbesondere höher rentierende festverzinsliche Produkte wie Corporate Bonds und Nachranganleihen.  

Was verordnete Lohnzuwächse so gefährlich macht

(23.7.2014) Die Deutsche Bundesbank hat die Gewerkschaften dazu ermuntert, in den anstehenden Lohnrunden höhere Zuwächse durchzuboxen. Während die Arbeitnehmerverbände applaudieren, hat sich die Arbeitgeberseite eine derartige Einmischung von halb-offizieller Seite zu Recht verbeten. Die Motive für die seltsame Allianz der Bundesbank mit den Gewerkschaften sind klar.  

Feri meldet starkes Interesse an Hedge Funds

(22.7.2014) Hedge Funds sind in den Augen von Marcus Storr, der diesen Bereich bei Feri leitet, keine neue Asset-Klasse, sondern eine Allokationsmöglichkeit, die von den Kunden des Bad Homburger Vermögensverwalters seit ca. zwei Jahren mit wachsender Tendenz nachgefragt wird. Von den Verhältnissen in angelsächsischen oder skandinavischen Ländern mit Quoten von 5 bis 10%, die in den Depots reicher Kunden auf Hedge Funds entfallen, sei Deutschland aber noch meilenweit entfernt, so Storr im Telefonat mit PLATOW. Einige internationale Familien investierten sogar schon seit Jahren regelmäßig 20 bis 25% ihrer liquiden Anlagen in Hedge Funds.  

Die eigenwillige Personalpolitik der US-Technologiefirmen

(21.7.2014) Der Internetgigant Google verfolgt eine sehr außergewöhnliche Einkaufsstrategie. Die Liste der 160 Akquisitionen in den letzten 15 Jahren wirkt mit Herstellern für Rauchmelder oder einer Firma, die Satelliten ins All schießt, recht unstrukturiert. Googles Interesse an den Produkten ist ohnehin meist gering, das Unternehmen will vielmehr erstklassige Entwickler an sich binden. Dennoch verliert auch Google Topkräfte.  

So einfach kann sich Merkel nicht aus dem Staub machen

(17.7.2014) Viel wurde im Vorfeld der Fußball-WM in Brasilien über einen möglichen Rücktritt von Bundestrainer Jogi Löw spekuliert. Als Weltmeister-Coach könnte Löw auf dem Zenit seiner Karriere abtreten und im Falle eines Scheiterns der Nationalelf wäre der Bundestrainer trotz laufenden Vertrags ohnehin nicht mehr zu halten, lauteten die messerscharfen Analysen der Sport-Kommentatoren. Doch nach dem grandiosen Gewinn des vierten Sterns sind die Rückzugsspekulationen um Löw schlagartig verstummt. Dafür flammten mitten im WM-Jubel erneut Spekulationen über einen freiwilligen Rücktritt von Kanzlerin Angela Merkel auf, die sich ebenso wie Löw auf dem Höhepunkt ihrer Macht befindet. Unterfüttert werden die Gerüchte mit zwei Daten: Am Donnerstag feiert Merkel ihren 60. Geburtstag und im kommenden Jahr steht ihr 10-jähriges Dienstjubiläum als Kanzlerin an.  

Mario Draghi hat keine Angst vor Missbrauch

(16.7.2014) Die neue dicke Bertha der EZB ist mit einem Präzisionszielrohr ausgestattet. Der Zentralbankrat will gewährleisten, dass die zunächst im September und Dezember angebotenen vierjährigen Refinanzierungsgeschäfte, die mit 0,25% Zins 0,10 Prozentpunkte über dem Hauptrefinanzierungssatz der EZB gepreist werden, die so genannten TLTRO, in Kredite für die Realwirtschaft fließen und nicht für Arbitragegeschäfte oder Käufe anderer Vermögenswerte verwendet werden. Auch für die Ausleihung als Hypothek sind sie nicht gedacht.  

GfK – Der Aufschwung in Europa ist noch nicht robust

(14.7.2014) Trotz aller Diskussionen und Krisen scheint sich der Aufschwung in den EU-Länder zu verfestigen. Dies spiegelt sich in der Entwicklung der Hauptindikatoren (Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung) des GfK-Konsumklimaindex Europa wieder. Dieser ist mit 9,1 Punkten aktuell so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Zwar sei das Konsumniveau immer noch verhältnismäßig niedrig, aber die Richtung stimme, so GfK-Experte Rolf Bürkl am Freitag in Nürnberg. Auch in den meisten Ländern zeigen die Indikatoren nach oben. Vor allem die Griechen scheinen überzeugt, dass sie das Schlimmste inzwischen hinter sich haben. Auch die polnischen und tschechischen Verbraucher blicken optimistischer in die Zukunft als noch zu Jahresbeginn.  

Karstadt droht offensichtlich schon die nächste Insolvenz

(9.7.2014) Nach nur gut fünf Monaten an der Spitze der Warenhaus-kette Karstadt hat die Hoffnungsträgerin Eva-Lotta Sjöstedt geradezu fluchtartig ihren Posten verlassen. Neben fehlendem Rückhalt für ihre Strategie und gebrochenen Investitionsversprechen von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen dürfte die ehemalige Ikea-Managerin nicht zuletzt die Aussicht, dass ihr Name womöglich mit einer abermaligen Insolvenz der notorisch klammen Warenhaus-Kette in Verbindung gebracht werden könnte, zur Flucht aus Essen veranlasst haben. Anders sind Sjöstedts kryptische Hinweise auf ihre „genaue Kenntnis der wirtschaftlichen Rahmendaten“ und „Erfahrungen der letzten Monate“ kaum zu interpretieren.  

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