Nachrichten Wirtschaft

Krisenherde setzen Güter- und Finanzmärkte unter Strom

(12.8.2014) Fast jeden Tag rücken neue geopolitische Krisenherde in den Fokus. In der gesamten arabischen Welt, vom Irak über Gaza bis nach Libyen und Syrien, brennt es. In der Ost-Ukraine tobt ein Bürgerkrieg, bei dem die Großmacht Russland im Hintergrund wichtige Fäden zieht. Eine solche Situation ist für die Güter- und Finanzmärkte gleichermaßen Gift. Beide sind heutzutage rund um unseren Globus gut vernetzt und entsprechend abhängig voneinander.  

Stabile Konjunktur stützt Logistikmärkte

(7.8.2014) Die insgesamt stabile, auf Wachstumskurs befindliche Konjunktur in Deutschland kommt den Logistikmärkten und der Flächennachfrage zu Gute. Diese beläuft sich im ersten Halbjahr 2014 auf 2,58 Mio. qm und liegt damit auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Der langjährige Durchschnitt konnte um knapp 13% übertroffen werden. Zur längerfristig positiven Entwicklung tragen wesentlich auch strukturelle Entwicklungen bei, zu denen der Bedeutungszuwachs des E-Commerce genauso gehört wie anhaltende Outsourcing-Prozesse der Industrie.  

Leise Drohung Richtung Brüssel – BMW fordert mehr Unterstützung

(6.8.2014) Milliardensummen hat BMW in die Entwicklung seiner Elektrofahrzeuge i3 und i8 investiert. Da dieser Aufwand dank der blendenden Ertragslage abgeschrieben ist, verdienen die Stromer auf den ersten Blick auch Geld, unter dem Strich sieht die Rechnung allerdings anders aus. Dafür sind die Stückzahlen zu gering und die Produktion, in der von Kohlefaserteilen bis hin zu leistungsfähigen Akkus viel Neuland betreten wird, zu wenig effektiv.  

HypoVereinsbank garniert solides Q2 mit glücklichem DAB-Verkauf

(5.8.2014) Als es dem UniCredit vor wenigen Jahren schlecht gegangen ist, wäre es ein Leichtes gewesen, mit dem schnellen Verkauf einiger Beteiligungen die Bilanz etwas aufzupäppeln. Stattdessen haben sich die Italiener für Kapitalerhöhung und die größte Abschreibung in der europäischen Bankenlandschaft entschieden. Jetzt indes lässt sich mit dem Börsengang der Direktbank-Tochter Fineco in Italien und dem Verkauf der zur deutschen Tochter HypoVereinsbank gehörenden DAB Bank mehr Wert schaffen. Für ihren Anteil an der DAB Bank, um die sich schon länger Verkaufsgerüchte ranken (s. auch heutige PLATOW Börse), erhält die HypoVereinsbank von BNP Paribas rd. 350 Mio. Euro.  

ProSiebenSat.1 schlägt sich wacker

(1.8.2014) Die Fußballweltmeisterschaft hat zwar viele Fernsehzuschauer im ersten Halbjahr zu den öffentlich-rechtlichen Sendern gelockt, der Marktanteilsverlust für ProSiebenSat.1 war dennoch geringer als bei allen anderen Weltmeisterschaften zuvor, so Vormann Thomas Ebeling. Den Grund dafür sieht er im Ausbau der eigenen Senderfamilie um eigene Sender für Frauen wie Männer, der zunächst allerdings auch Geld kostet. Noch wichtiger für die Privaten ist derzeit aber, dass die TV-Werbung nicht nur einen immer höheren Anteil am gesamten Werbemix einheimst, sondern die Ausgaben in sieben von 10 wichtigen Branchen auch absolut gesehen nach oben gehen. Für ProSiebenSat.1 bedeutet dies, dass auch im zweiten Quartal die Erlöse aus dem deutschsprachigen Fernsehgeschäft wieder gestiegen sind (+5% auf 511 Mio. Euro). Dies ist umso wichtiger, als der vom quirligen Ebeling zwar immer geschickt in Szene gesetzte Digital-Bereich, wo gerade die Partnerschaft mit Unity u.a. bei Video on Demand verlängert wurde, nach wie vor weniger rent 

PUMA – Zurück zur alten Ausrichtung

(31.7.2014) Mit feinerem Zwirn wollte Puma sein Image ändern und die Umsätze verbessern. Runter von den Sportplätzen, rauf auf die Straße. Das war das Motto des ehemaligen CEOs Franz Koch und vor allem des Vorstandsvorsitzenden Jochen Zeitz. Anfangs funktionierte die Strategie auch, aber langfristig wollten die Kunden dem Unternehmen aus Herzogenaurach den Imagewandel nicht abnehmen.  

Wohninvestment-Index AWI gibt über alle Lagen nach

(30.7.2014) Der Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI erfasst jedes Quartal die Einschätzungen von rd. 200 Experten aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft. Der AWI sinkt in der aktuellen Sommerbefragung auf 68,7 Punkte (Frühjahrsbefragung 2014: 69,9 Pkt.). Er zeige damit aber unverändert einen Vermieter-/Eigentümermarkt mit steigendem Miet- und Kaufpreisniveau an. Das Marktgleichgewicht liege zwischen 40 bis 60 Punkten, erläutert Research-Chef Markus Schmidt.  

Deutsche Bahn – Erfolgreiches Halbjahr mit Abstrichen

(25.7.2014) Ein gutes erstes Halbjahr für die Deutsche Bahn und seinen Chef Rüdiger Grube: Das Ergebnis nach Ertragssteuern stieg um 15,9% auf 642 Mio Euro, der Umsatz um 1,9% auf 361 Mio. Euro. In vielen Bereichen lief es für die Bahn außerordentlich gut, so dass der Konzern eine ganze Reihe von guten Nachrichten zu vermelden hatte. Die Bilanz nach dem ersten Halbjahr kann sich sehen lassen und doch gibt es eine ganze Reihe von Einschränkungen, die für Grube und seine Angestellten noch viel Arbeit bedeuten.  

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