Nachrichten Wirtschaft

Karstadt droht offensichtlich schon die nächste Insolvenz

(9.7.2014) Nach nur gut fünf Monaten an der Spitze der Warenhaus-kette Karstadt hat die Hoffnungsträgerin Eva-Lotta Sjöstedt geradezu fluchtartig ihren Posten verlassen. Neben fehlendem Rückhalt für ihre Strategie und gebrochenen Investitionsversprechen von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen dürfte die ehemalige Ikea-Managerin nicht zuletzt die Aussicht, dass ihr Name womöglich mit einer abermaligen Insolvenz der notorisch klammen Warenhaus-Kette in Verbindung gebracht werden könnte, zur Flucht aus Essen veranlasst haben. Anders sind Sjöstedts kryptische Hinweise auf ihre „genaue Kenntnis der wirtschaftlichen Rahmendaten“ und „Erfahrungen der letzten Monate“ kaum zu interpretieren.  

Wer ist schuld an der weit geöffneten Vermögensschere?

(8.7.2014) Die als ungleich wahrgenommene Vermögensverteilung in Deutschland wird zu einem Politikum hochstilisiert. Der am vergangenen Donnerstag im Bundestag mit großer Mehrheit verabschiedete Mindestlohn war erneuter Anlass, die sich angeblich immer weiter öffnende Schere bei Einkommen und Vermögen zu beklagen.  

BayWa feilt an Strategie für 2020

(7.7.2014) Am 7.8. veröffentlicht BayWa sein Ergebnis für das zweite Quartal. Gegenüber Vorjahr wird es nach unseren Informationen trotz eines exzellenten Abschneidens der erneuerbaren Energien einen Rückgang geben. Grund dafür ist der milde Winter, der sowohl in der mit Abstand wichtigsten Sparte Agrar wie auch im kleinen Baustoffhandel zu Vorzieheffekten geführt hat, die sich im guten Q1-Ergebnis wiedergefunden haben.  

Metro verkauft Konzernzentrale an IVG Institutional Funds

(6.7.2014) Die Metro ist nicht nur ein internationaler Handelskonzern, sondern auch ein großer Spieler auf dem Immobilienmarkt. Dabei machen die Düsseldorfer auch nicht vor ihrer eigenen Konzernzentrale halt. Angespornt durch die gute Entwicklung auf dem Immobilienmarkt hat die Metro vor wenigen Tagen Teile ihres gewaltigen Hauptverwaltungsareals in Düsseldorf an die IVG Institutional Funds verkauft.  

BayernLB – Verkauf der Problem-Tochter MKB rückt näher

(3.7.2014) Der frühere Chef der BayernLB und baldige Aufsichtsratvorsitzende Gerd Häusler hat seinem Nachfolger Johannes-Jörg Riegler ein fast besenreines Haus hinterlassen. Während es operativ durchaus ordentlich läuft, drücken aber immer noch Lasten aus der Vergangenheit.  

Bilfinger – Gewinnwarnung entzaubert Roland Koch

(2.7.2014) Im politischen Berlin ist es spätestens seit der Europameisterschaft 2012 erprobte Übung, heikle Nachrichten im Windschatten von König Fußball zu verstecken. Damals paukte die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag während des Halbfinal-Spiels Deutschland-Italien vorerst unbemerkt das umstrittene Meldegesetz durch.  

Die Geldpolitik macht es auch Institutionellen schwer

(1.7.2014) Mit einem Vermögen von rund 900 Mio. Euro gehört die Hertie-Stiftung zu den größten unternehmensunabhängigen Stiftungen in Deutschland. Nur weil Hertie in der Vermögensanlage schon frühzeitig verstärkt auf Aktien gesetzt hat, konnte der für die Kapitalanlage zuständige Geschäftsführer Rainer Maucher (s. auch PLATOW v. 13.6.) im vergangenen Jahr wieder eine durchaus beachtliche Performance von 7,9% erwirtschaften und das Fördervolumen für die Projekt-arbeit auf 23,8 Mio. Euro nach 21,6 Mio. Euro im Vorjahr steigern. Das, was die Frankfurter schon seit Jahren praktizieren, überzeugt immer mehr Institutionelle.  

Provinzial NordWest – CFO zieht den Kopf aus der Schlinge

(30.6.2014) Der Machtkampf zwischen dem zum Jahresende ausscheidenden Chef der Provinzial NordWest Ulrich Rüther und seinem Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf Gerlach, der als Präsident der rheinisch-westfälischen Sparkassen den größten Anteilseigner vertritt, ist entschieden. Die Personalagentur ifp sucht schon nach einem Nachfolger, der eventuell schon Mitte August präsentiert werden könnte.  

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