Nachrichten Wirtschaft

Gerd Häuslers Heimspiel - BayernLB feiert Abschied und sich selbst

(2.4.2014) Welche Fortschritte die BayernLB in den vergangenen vier Jahren unter Gerd Häusler gemacht hat, zeigte sich am Montagabend auf dem Empfang für den zum 1.4. ausgeschiedenen und im Herbst an die AR-Spitze wechselnden Vorstandschef und CFO Stephan Winkelmeier, der ebenfalls seinen Hut nimmt.  

Von Fahrenschons Reformeifer ist kaum noch etwas zu spüren

(1.4.2014) Mächtig stolz ist DSGV-Präsident Georg Fahrenschon auf den engen Schulterschluss mit dem genossenschaftlichen BVR im gemeinsamen Abwehrkampf gegen die Bestrebungen Brüssels, auch die Sparkassen und Volksbanken zur Finanzierung des europäischen Abwicklungsfonds heranzuziehen. Auch bei der geplanten Vergemeinschaftung der Einlagensicherung machen DSGV und BVR gemeinsam Front gegen die EU-Kommission.  

BMW träumt längst von neuen Absatzzielen

(31.3.2014) Am vergangenen Freitag hat BMW den Startschuss für die 1 Mrd. Euro teure Erweiterung seines US-Werks in Spartanburg gegeben. Um 50% soll die Produktionskapazität dort steigen, Spartanburg wäre dann ab 2016 das größte Werk im BMW-Verbund. Schon 2013 hätte BMW nach unseren Informationen auf dem boomenden US-Markt 60 000 Fahrzeuge mehr verkaufen und damit das bisher vage gehaltene Absatzziel für dieses Jahr (über 2 Mio. Fahrzeuge) übertreffen können. Dass sich der Konzern nicht tiefer in die Karten schauen lässt, hat seinen Grund.  

Warum die Deflation in Spanien und Italien ein Hirngespinst ist

(30.3.2014) Anleger schauen auf die EZB-Ratssitzung in dieser Woche. Wie das Amen in der Kirche verfallen die Beobachter in einen fordernden Modus. Über die Medien streuen sie ihre Sorgen zur Preisdynamik in Spanien und Italien, die dort geradezu bedrohlich abnehmen würde. Tunlichst verschwiegen wird dabei, dass die Preise in den Jahren davor geradezu unverschämt gestiegen sind, was den gesamten Süden des Euro-Gebiets aus dem internationalen Wettbewerb katapultiert hat. Mühsam und sicher unter Schmerzen erfolgt jetzt die Anpassung.  

Talanx – Die einzige Schwäche ist der geringe Streubesitz

(27.3.2014) Talanx-Chef Herbert K. Haas und sein CFO Immo Querner hatten es eilig. Denn nach der Bilanz-PK in Hannover wartete am Dienstag in London schon der nächste Investoren-Termin, die Morgan Stanley European Financials Conference. Am Donnerstag und Freitag geht es dann auf Roadshow nach Dublin und Edinburgh, um mit den frischen Zahlen Werbung für die Talanx-Aktie zu machen. Doch gerade die großen Fonds tun sich schwer mit einem Investment in den drittgrößten deutschen Versicherungskonzern.  

Deutsche Wirtschaft - Im Würgegriff von Politik und Notenbanken

(25.3.2014) Der Rat der Wirtschaftsweisen hat seine Konjunkturprognose aktualisiert und erwartet in diesem Jahr 1,9% Wachstum statt bisher nur 1,6%. Angesichts dieser rosigen Perspektiven könnten alle zufrieden sein, doch das Gegenteil ist der Fall. Wirtschaftsführer wie zuletzt Nikolaus von Bomhard (Munich Re) machen sich Sorgen, weil der Reformeifer in Deutschland erlahmt.  

Europcar ist reif für die Trennung von der Mutter Eurazeo

(24.3.2014) Beim französischen Finanzinvestor Eurazeo ist derzeit viel Bewegung. Zwar kauft die Holding kräftig zu. So investieren die Franzosen nun beispielsweise 285 Mio. Euro für einen 10%-Anteil am spanischen Modelabel Desigual. Viel interessanter sind aber die Unternehmen, die auf der Verkaufsliste stehen: Neben dem Parkhausbetreiber Apcoa Parking dürfte nun auch die Autovermietung Europcar dazugehören.  

Air Berlin und das Ei des Kolumbus

(23.3.2014) Die Komplettübernahme der hoch verschuldeten Air Berlin durch den Großaktionär Etihad aus Abu Dhabi (knapp 30%) ist tabu. Das dann fällige Abfindungsangebot käme zu teuer. Zudem würde die milliardenschwere Scheichfamilie die wertvollen Landerechte von Air Berlin in Europa aufs Spiel setzen. Deshalb wird jetzt, wenige Tage vor der auf den 27.3. verlegten Bilanz-PK, über eine Aufspaltung von Air Berlin spekuliert.  

Quellen der verwendeten Bilder: