Nachrichten Wirtschaft

HypoVereinsbank garniert solides Q2 mit glücklichem DAB-Verkauf

(5.8.2014) Als es dem UniCredit vor wenigen Jahren schlecht gegangen ist, wäre es ein Leichtes gewesen, mit dem schnellen Verkauf einiger Beteiligungen die Bilanz etwas aufzupäppeln. Stattdessen haben sich die Italiener für Kapitalerhöhung und die größte Abschreibung in der europäischen Bankenlandschaft entschieden. Jetzt indes lässt sich mit dem Börsengang der Direktbank-Tochter Fineco in Italien und dem Verkauf der zur deutschen Tochter HypoVereinsbank gehörenden DAB Bank mehr Wert schaffen. Für ihren Anteil an der DAB Bank, um die sich schon länger Verkaufsgerüchte ranken (s. auch heutige PLATOW Börse), erhält die HypoVereinsbank von BNP Paribas rd. 350 Mio. Euro.  

ProSiebenSat.1 schlägt sich wacker

(1.8.2014) Die Fußballweltmeisterschaft hat zwar viele Fernsehzuschauer im ersten Halbjahr zu den öffentlich-rechtlichen Sendern gelockt, der Marktanteilsverlust für ProSiebenSat.1 war dennoch geringer als bei allen anderen Weltmeisterschaften zuvor, so Vormann Thomas Ebeling. Den Grund dafür sieht er im Ausbau der eigenen Senderfamilie um eigene Sender für Frauen wie Männer, der zunächst allerdings auch Geld kostet. Noch wichtiger für die Privaten ist derzeit aber, dass die TV-Werbung nicht nur einen immer höheren Anteil am gesamten Werbemix einheimst, sondern die Ausgaben in sieben von 10 wichtigen Branchen auch absolut gesehen nach oben gehen. Für ProSiebenSat.1 bedeutet dies, dass auch im zweiten Quartal die Erlöse aus dem deutschsprachigen Fernsehgeschäft wieder gestiegen sind (+5% auf 511 Mio. Euro). Dies ist umso wichtiger, als der vom quirligen Ebeling zwar immer geschickt in Szene gesetzte Digital-Bereich, wo gerade die Partnerschaft mit Unity u.a. bei Video on Demand verlängert wurde, nach wie vor weniger rent 

PUMA – Zurück zur alten Ausrichtung

(31.7.2014) Mit feinerem Zwirn wollte Puma sein Image ändern und die Umsätze verbessern. Runter von den Sportplätzen, rauf auf die Straße. Das war das Motto des ehemaligen CEOs Franz Koch und vor allem des Vorstandsvorsitzenden Jochen Zeitz. Anfangs funktionierte die Strategie auch, aber langfristig wollten die Kunden dem Unternehmen aus Herzogenaurach den Imagewandel nicht abnehmen.  

Wohninvestment-Index AWI gibt über alle Lagen nach

(30.7.2014) Der Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI erfasst jedes Quartal die Einschätzungen von rd. 200 Experten aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft. Der AWI sinkt in der aktuellen Sommerbefragung auf 68,7 Punkte (Frühjahrsbefragung 2014: 69,9 Pkt.). Er zeige damit aber unverändert einen Vermieter-/Eigentümermarkt mit steigendem Miet- und Kaufpreisniveau an. Das Marktgleichgewicht liege zwischen 40 bis 60 Punkten, erläutert Research-Chef Markus Schmidt.  

Deutsche Bahn – Erfolgreiches Halbjahr mit Abstrichen

(25.7.2014) Ein gutes erstes Halbjahr für die Deutsche Bahn und seinen Chef Rüdiger Grube: Das Ergebnis nach Ertragssteuern stieg um 15,9% auf 642 Mio Euro, der Umsatz um 1,9% auf 361 Mio. Euro. In vielen Bereichen lief es für die Bahn außerordentlich gut, so dass der Konzern eine ganze Reihe von guten Nachrichten zu vermelden hatte. Die Bilanz nach dem ersten Halbjahr kann sich sehen lassen und doch gibt es eine ganze Reihe von Einschränkungen, die für Grube und seine Angestellten noch viel Arbeit bedeuten.  

Union Investment steigert Assets under Management zweistellig

(24.7.2014) Auf einer Presseveranstaltung in Deidesheim zeigte sich Union Investment CEO Hans Joachim Reinke mit dem operativen Verlauf des ersten Halbjahres sehr zufrieden. Gegenüber der Vorjahresperiode gelang es der Fondsgesellschaft die Assets under Management um knapp 11% auf 218,8 Mrd. Euro zu steigern. Damit markierte das verwaltete Vermögen der Frankfurter einen neuen Rekordwert. Zu dem Erfolg trug neben dem Privatkundengeschäft insbesondere der institutionelle Bereich bei, der den Nettoabsatz auf 4,5 Mrd. Euro steigerte. Gefragt waren insbesondere höher rentierende festverzinsliche Produkte wie Corporate Bonds und Nachranganleihen.  

Was verordnete Lohnzuwächse so gefährlich macht

(23.7.2014) Die Deutsche Bundesbank hat die Gewerkschaften dazu ermuntert, in den anstehenden Lohnrunden höhere Zuwächse durchzuboxen. Während die Arbeitnehmerverbände applaudieren, hat sich die Arbeitgeberseite eine derartige Einmischung von halb-offizieller Seite zu Recht verbeten. Die Motive für die seltsame Allianz der Bundesbank mit den Gewerkschaften sind klar.  

Feri meldet starkes Interesse an Hedge Funds

(22.7.2014) Hedge Funds sind in den Augen von Marcus Storr, der diesen Bereich bei Feri leitet, keine neue Asset-Klasse, sondern eine Allokationsmöglichkeit, die von den Kunden des Bad Homburger Vermögensverwalters seit ca. zwei Jahren mit wachsender Tendenz nachgefragt wird. Von den Verhältnissen in angelsächsischen oder skandinavischen Ländern mit Quoten von 5 bis 10%, die in den Depots reicher Kunden auf Hedge Funds entfallen, sei Deutschland aber noch meilenweit entfernt, so Storr im Telefonat mit PLATOW. Einige internationale Familien investierten sogar schon seit Jahren regelmäßig 20 bis 25% ihrer liquiden Anlagen in Hedge Funds.  

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