„Sanochemia rettet sich gerade mal so ins Plus“, überschrieben wir unseren letzten Bericht zu Sanochemia auf PLATOW Online vom 18.8.11. Letztlich könnten wir die Überschrift einfach stehen lassen. Denn auch für die heute bekanntgegebenen Jahreszahlen 2010/11 (per 30.9.) gilt: Es wird besser, aber so richtig profitabel ist der österreichische Pharmaziekonzern noch nicht.
So standen am Ende gerade einmal 0,07 Euro Nettogewinn je Aktie unter dem Strich, der operative Cashflow war gegenüber dem Vorjahr ebenfalls mächtig geschrumpft. Dabei hatten die Wiener mit 34,1 Mio. Euro fast 26% mehr abgesetzt als 2009/10. Allerdings sind derartige Vergleiche mit Vorsicht zu genießen, musste Sanochemia doch nachträglich die Konzernbilanzen für die Geschäftsjahre 2008/09 und 2009/10 korrigieren. In der Vorjahresperiode entstand dadurch eine Wiederzuschreibung von 3,5 Mio. Euro bzw. ein entsprechender Buchgewinn.
Das Kapitel ist nun allerdings abgeschlossen, Auswirkungen auf zukünftige Konzernbilanzen erwartet das Management nicht mehr. Eine Guidance für 2011/12 geben die Konzernlenker dennoch nicht, zu „unabschätzbar“ sei die konjunkturelle Entwicklung in den Industriestaaten. Impulse für die Aktie (1,94 Euro; AT0000776307) sind daher vorerst nicht zu erwarten, das Dahindümpeln im engen Kurskorridor zwischen 1,90 und 2 Euro dürfte in die neunte Woche gehen. Obwohl Anleger das Papier derzeit unter Buchwert einsammeln können, raten wir unverändert nicht zum Einstieg. (cf)

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