WEF-Gründer Klaus Schwab
Das WEF in Davos ist im Laufe der Jahre für Manager und deren Unternehmen zu einer unverzichtbaren Bühne geworden. Diese Chance, das Image zu pflegen, lassen sich nur wenige der ganz großen Namen aus den USA und dem deutschsprachigen Raum nehmen. Diese beiden Regionen dominieren das Meeting, aber auch Asien und die BRIC-Staaten holen allmählich auf. Gründer Klaus Schwab weiß um diese einzigartige Bedeutung seiner Veranstaltung und hält jedes Mal kräftig die Hand auf, wenn neue strategische Partnerschaften eingegangen werden.
Besonders teuer, aber auch effizient ist es, in und um das Steigenberger Belvedere Flagge zu zeigen, jenem Ort, wohin sich Top-Entscheider nach getaner Tagungsarbeit zurückziehen, um im kleinen, exklusiven Kreis zu feiern und die Gespräche fortzusetzen. Die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften KPMG, PwC, Deloitte und Ernst & Young stehen hier in der ersten Reihe mit aufwändigen Werbebannern, Receptions, exklusiven Raumanmietungen und VIP-Dinners. In nichts nach stehen ihnen die globalen Strategieberater von McKinsey, BCG und Roland Berger. Auch IT-Konzerne wie Microsoft, Infosys oder Intel Corp. sind präsent wie übrigens immer stärker auch die Netzwelt, etwa mit Google.
Wer sich stark zurückhält, sind die Banken, die zunächst ihre Krise verarbeiten müssen, ehe sie wieder den Kopf aus dem Sand ziehen. Als WEF-Partner tauchen sie sehr wohl noch in den Listen auf, ohne jedoch viel Aufhebens um sich zu machen. Ob Barclays, Citi, Credit Suisse, Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley, Standard Chartered oder UBS, sie alle gehören zu Schwabs Partnern, halten sich aber in Deckung. Allein die Deutsche Bank demonstriert Kontinuität mit ihren Aktivitäten. Beherzter als viele Banken zeigen Versicherer wie Swiss Re oder Zurich Financial Gesicht und Marke, was so nah vor der eigenen Haustür auch weniger schwer fällt. (afs)

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